Ehemalige HLS

Alles rund um moderne elektronische Sirenen.
Siggi
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von Siggi »

Die Bilder sind ja geil ... sieht voll irregeil aus ...
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Lynx112
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von Lynx112 »

Wow ! Da macht einem ja sogar eine Eistüte etwas Angst !
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turboquattro
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von turboquattro »

@ Joachim
Echt spitzen Aufnahmen

Schauen ja richtig bedrohlich aus die Anlagen.
Kann nur sagen: Weiter so!

Die Sircom ELS scheinen sich doch von den Hörmann-ECN zu
unterscheiden. Die Hörner schauen auch teilweise anders aus. Schade das keine technischen Daten von der 3000er auf der Webseite sind .
Wenn die 2250 schon 125 dB macht, könnte die 3000er ja fast an ne HLS
herankommen.

Wird immer interessanter das Thema ELS.

Aber trotzdem erstaunlich, wieviel Hörner und Verstärker notwendig sind (im Vergleich mit ner HLS 273), um annähernd an die Leistung einer pneumatische HLS heranzukommen.
Zuletzt geändert von turboquattro am Dienstag 11. Juli 2006, 04:42, insgesamt 1-mal geändert.
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MiThoTyN
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von MiThoTyN »

Der größte Unterschied zwischen der Hörmann ELS und der von Sircom ist, dass die Sircom-Trichter per Schellen an normale Rundrohr-Maste befestigt werden. Die Hörmann-Trichter werden übereinandergeschraubt und bilden so quasi ihren eigenen Mast. Gut zu sehen auf dem Bild aus Darmstadt.

Und im Vergleich zu einer HLS finde ich die Installation so einer ELS doch "harmlos". Sicher sind 24 Trichter und 12 Verstärkereinheiten viel, aber doch nichts im Vergleich zu nem vollen Maschinenraum einer HLS.

Gruß Joachim
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Abi2612
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von Abi2612 »

Nettes Kerlchen! In welcher Straße steht sie denn nun eigentlich? Doch in der Junckers-Straße?
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MiThoTyN
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von MiThoTyN »

Ne in der Ernst-Heinkel-Straße. Die Mauer die du meinst zäunt ja das Gelände der Casella ein. Ich hab die Standorte auch in GoogleEarth schon eingetragen, will aber den Beitrag hier nicht "missbrauchen". Wenn HP vielleicht bald das ELS-Forum einrichtet, will ich da noch 2-3 Fotos und Infos posten.

Gruß Joachim
Rainer
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von Rainer »

Wahnsinn,dieses Riesengerät!!

Man stelle sich die mal in der Mitte eines Stadions vor!

Da gehen dann freiwillig alle stiften,wenn die loslegt!!!


Mfg.Rainer
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turboquattro
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von turboquattro »

@ Joachim
Und im Vergleich zu einer HLS finde ich die Installation so einer ELS doch "harmlos".
Ich meinte doch eher den sichtbaren Schallausbreitenden Teil im Vergleich zur 273 von Hörmann mit ihren vier Hörnern.
Sicher ist ne HLS die kompliziertere Technik

Gruß
Mario
ReinhardG
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von ReinhardG »

Sicher ist ne HLS die kompliziertere Technik
Da erinnere ich mich aber doch an einen meiner Ausbilder, der immer sagte: "Alles, was man nicht mit einem Hammer und einer Wasserpumpenzange reparieren kann, ist mir zu kompliziert." Und mit diesen Werkzeugen kommt man bei der Technik einer HLS schon ganz schön weit, glaube ich.

Gruß - Reinhard.
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turboquattro
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von turboquattro »

Da erinnere ich mich aber doch an einen meiner Ausbilder, der immer sagte: "Alles, was man nicht mit einem Hammer und einer Wasserpumpenzange reparieren kann, ist mir zu kompliziert." Und mit diesen Werkzeugen kommt man bei der Technik einer HLS schon ganz schön weit, glaube ich
Da hast Du recht! Mit diesen Werkzeugen kommt man bei ner ELS wahrscheinlich nicht weit
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MiThoTyN
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von MiThoTyN »

Aaach !! Quatschfug!!

Der Spruch ist voll für die Füß!! Ob man irgendwas mit dem Hammer reparieren kann sagt noch lange nix darüber aus, wie kompliziert das ist. Wenn, dann wie grobklotzig ne Maschine ist. Sicher kannste mit nem Hammer auf der HLS rumhauen bisse wieder geht, aber ohne Ahnung von dem was in der HLS steckt, kommste auch nicht weit. Vor allem, wenn du 1.) nicht weißt was kaputt ist und 2.) von der Anlage selbst keinen Plan hast. Da hilft dir der beste Hammer nix.

Und was machste wenn die ELS nen defekt hat? Richtig. Schaltschrank auf, defektes Teil raus, neues Teil rein, zumachen, fertig. Durch die modulare Bauweise mit steckbaren Platinen ist das ein Kinderspiel. Das kann nun echt jeder, auch ohne Hammer. Einfacher gehts ja wohl nicht.

Einzige Vorraussetzung : Man braucht ein Ersatzteil. Aber das ist bei der HLS nicht anders. Hier kann man auch an wenigen Stellen improvisieren. Wenn mal so ein Magnetventil kaputt ist, brauchste auch ein neues. Mit reparieren ist da nix.

Sicher kann man sich jetzt drüber streiten ob High-Tec-Elektronik besser ist als solide Mechanik mit wenig Elektronik, aber das ist hauptsächlich Ansichtsache. Ich behaupte die ELS haben in 30 Jahren weniger defekte als ne HLS hatte. Und vor allen Dingern ist die Elektronik einfacher zu warten und eben zu reparieren.

Gruß Joachim
Zuletzt geändert von MiThoTyN am Freitag 14. Juli 2006, 23:31, insgesamt 1-mal geändert.
Siggi
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von Siggi »

Sicher kann man sich jetzt drüber streiten ob High-Tec-Elektronik besser ist als solide Mechanik mit wenig Elektronik, aber das ist hauptsächlich Ansichtsache. Ich behaupte die ELS haben in 30 Jahren weniger defekte als ne HLS hatte. Und vor allen Dingern ist die Elektronik einfacher zu warten und eben zu reparieren.
Ich muss anfügen, dass die Wartungskosten auch günstiger sind.
ReinhardG
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Re: Ehemalige HLS

Beitrag von ReinhardG »

Der Spruch ist voll für die Füß!! Ob man irgendwas mit dem Hammer reparieren kann sagt noch lange nix darüber aus, wie kompliziert das ist. Wenn, dann wie grobklotzig ne Maschine ist. Sicher kannste mit nem Hammer auf der HLS rumhauen bisse wieder geht, aber ohne Ahnung von dem was in der HLS steckt, kommste auch nicht weit. Vor allem, wenn du 1.) nicht weißt was kaputt ist und 2.) von der Anlage selbst keinen Plan hast. Da hilft dir der beste Hammer nix.
Naja, ich gebe zu, das war jemand, der nichts mit Sirenen, sondern viel mit Eisenbahnfahrzeugen zu tun hatte. Aber grundsätzlich sagt das einfach aus, dass man solche Technik durch Anschauung begreifen kann, so dass man dann auch mal durch Improvisieren was machen kann. Ich sehe, woher die Leitung A kommt und wohin sie geht. Einen Plan im Kopf muss ich haben, ich muss wissen, wie ein Kompressor funktioniert, was ein Magnetventil ist und wie das zusammenspielt, aber dann verstehe ich, wie so eine Anlage funktioniert, auch wenn ich keinen Bauplan davon habe.

Natürlich gehts ab einem bestimmten Punkt nicht mehr ohne Ersatzteile, aber vorher kann ich halt hier noch was improvisieren und da nicht. Wobei das bei heutigen Personalkosten auch eher nicht gewollt ist, denn dadurch kann manuelle Bastelei natürlich schnell teurer werden, als bei einer ELS eine Baugruppe auszutauschen. Deshalb gebe ich Dir vollkommen Recht, dass das die Technik der Zukunft sein wird.

Die Alternative dazu wäre, die Sachen so zu bauen, dass sie EWIG halten. Das ist bei den HLSx73 so beschritten worden: der Kopf ist so simpel, wie sowas nur sein kann und die Druckluft kann ganz flexibel erzeugt werden; wenn sie im Haus vorhanden ist (wie in vielen Unternehmen), dann dürfte so ein Gerät eine ELS in den Betriebskosten auch heute noch schlagen können. Und nur, wirklich nur, darauf kommt es an. Immerhin hat man in Wien noch welche eingekauft, als die ELS alternativ auch zur Verfügung gestanden hätten.

Übrigens, um zu dem bewussten Ausbilder zurückzukommen, ist die Eisenbahn ja auch diese Richtung gegangen. Moderne Lokomotiven haben den ganzen Kasten voll Elektronik, dafür kollektorlose Motoren, die kaum Verschleiß haben und wenn man was dran machen will, fragt man vorne am Bordrechner die Selbstdiagnose ab und tauscht dann hinten die Baugruppen aus, die angezeigt werden. Oder man macht gleich ein Softwareupdate. Nix mehr mit Hammer und Wasserpumpenzange, aber die Kisten, auf denen das ausreichte, laufen heute auch immer noch. Und wenn unterwegs was ist und der Lokführer noch einer von denen ist, der als Handwerker ausgebildet ist, hat der mit dem passenden Werkzeug auch noch eine Chance, was halt bei der neuen Technik nicht der Fall ist. Aber das ist heute auch nicht mehr so gewollt, weil es eben kostet.

Naja, und Pintsch-Bamag ist ja auch ein Hersteller aus der Bahntechnik, womit wir ja fast wieder beim Thema wären.

Gruß - Reinhard.
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