Habe eure Homepage per Zufall im Internetz gefunden
Bin zwar kein Sirenenfreak habe aber berufsmässig mit Zivilschutz und Krisenvorsorge zu tun daher anbei die Hörprobe anlässlich der letzten bundesweiten Sirenenprobe in Österreich.
Da bei uns der Katastrophenschutz Ländersache ist hat jedes Bundesland eigene Systeme, die aber bundesweit in Wien von der Zentrale eingeschaltet werden können, wenn das gesamte
Bundesgebiet betroffen ist. Sonst kommen die 9 Landeswarnzentralen zum Einsatz.
Zum Beispiel die der Steiermark: http://www.katastrophenschutz.steiermar ... l/5461/DE/ (Fotos ansehen !!)
Was die Organisation betrifft sind wir in Österreich etwas im Vorteil, da das Sirenenetz flächendeckend ist und der ORF als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt im staatlichen
Krisenmanagement eingebunden ist und parallel mit den Sirenen zusätzliche Informationen direkt und unmittelbar aus den geschützten Krisenstäben senden kann. Die Schweizer übernehmen übrigens das österreichische
System. Da auch alle Tunnels über Untertagsendestationen für UKW Rundfunk verfügen kann somit jeder über OE 3 weitere Infos bekommen.
Solltet ihr noch nähere Infos brauchen, kann ich die öffentlichen Infos gerne zukommen lassen.
Was den Sirenennewsletter des Wiener Magistrats betrifft (wie manche im Forum geschrieben haben) ist nun der obige Absatz selbsterklärend, da wie gesagt nur der
Wiener Magistrat für den Bereich Wien warnt, bundesweit nur alle 9 LWZ mit der übergeordneten BWZ.
Aufgenommen wurden die Signale in Wien 13. Bezirk am 1.10.2005 anläßlich der bundesweiten Sirenenprobe.
Anbei ein paar Infos zum Sirenenetz:
Zivilschutz - Bundeswarnzentrale
Die Bundeswarnzentrale (BWZ) ist die operationelle Basis des Bundes zur Koordination von Hilfsmaßnahmen bei Großschadensereignissen. Sie ist seit Anfang 2006 in das im BM.I neu geschaffene Einsatz- und Krisenkoordinationscenter (EKC) eingebunden. Diese permanent besetzte Koordinations- und Informationszentrale ist im Anlassfall auch Informationsdrehscheibe für das Staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement (SKKM) sowie für den überregionalen und internationalen Zivil- und Katastrophenschutz.
Ereignet sich im In- oder Ausland eine Naturkatastrophe oder eine technische Katastrophe, so laufen alle diesbezüglichen Informationen in der Bundeswarnzentrale ein. Diese dient der Sicherstellung einer möglichst verzuglosen Kommunikation sowie der Abstimmung aller erforderlichen Maßnahmen für eine effektive Krisen- oder Katastrophenbewältigung.
Die BWZ ist die österreichische Anlaufstelle u. a. für
die Info-Hotline Temelin,
das ECURIE-System (European Community Urgent Radiological Information Exchange),
die IAEO (gemäß Übereinkommen über die frühzeitige Benachrichtigung bei nuklearen Unfällen);
das MIC (Monitoring and Information Centre der EK im Rahmen des Gemeinschaftsverfahrens bei Katastrophenschutzeinsätzen),
das EADRCC (Euro Atlantic Disaster Relief Coordination Centre im Rahmen NATO-PfF),
die ESA/ESOC (European Space Agency/Operation Centre) u.
für Meldungen im Rahmen des Übereinkommens über die grenzüberschreitenden Auswirkungen von Industrieunfällen (UN ECE).
Die BWZ ist die Zentralstelle für das gemeinsame Warn- und Alarmsystem des Bundes und der Länder und permanente Beobachtungsstelle des Strahlenfrühwarnsystems. Sie steht im Informationsverbund mit den Landeswarnzentralen (LWZ), allen zuständigen Stellen auf Bundes- und Landesebene, den Hilfs- und Rettungsorganisationen, wie Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bergrettung sowie den Kontaktstellen auf bilateraler (Nachbarstaaten), supranationaler (EU), multinationaler (NATO-Partnerschaft für den Frieden) und internationaler (UN) Ebene.
Die Landeswarnzentralen sind permanent besetzte Katastrophenschutzzentralen auf Landesebene. Ihre Aufgabe ist die Warnung und Alarmierung der Bevölkerung im Katastrophenfall sowie die Koordination der Einsatzkräfte bei Großkatastrophen im jeweiligen Bundesland. Die LWZ sind im Informationsverbund mit den regionalen Zentralen der Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie mit den regionalen Kontaktstellen der jeweils angrenzenden Nachbarstaaten.
Bild: Auslösesteuerung der bundesweiten Sirenen in der Bundeswarnzentrale im EKC – Einsatz- und Krisenkoordinationscenter im Bundesinneministerium
Zivilschutz - Warnung und Alarmierung
Zivilschutzalarm
Ein zentrales Anliegen des Zivil- und Katastrophenschutzes ist die rasche Warnung und Alarmierung der Bevölkerung im Katastrophen- oder Krisenfall.
Österreich verfügt über ein gut ausgebautes Warn- und Alarmsystem, das vom Bundesministerium für Inneres gemeinsam mit den Ämtern der Landesregierungen betrieben wird. Damit ist Österreich eines von wenigen Ländern, das über eine flächendeckende Sirenenwarnung verfügt.
Die Signale können derzeit über rund 8000 Feuerwehrsirenen abgestrahlt werden. In Wien wurden in den vergangenen Jahren 165 Zivilschutzsirenen installiert. Die Auslösung der Signale kann je nach Gefahrensituation zentral von der Bundeswarnzentrale im Bundesministerium für Inneres, von den Landeswarnzentralen der Bundesländer oder den Bezirkswarnzentralen erfolgen.
An jedem ersten Samstag im Oktober wird zwischen 12.00 und 13.00 Uhr ein österreichweiter Zivilschutz-Probealarm durchgeführt. Der Probealarm dient einerseits zur Überprüfung der technischen Einrichtungen des Warn- und Alarmsystems, andererseits soll die Bevölkerung dadurch mit den Zivilschutzsignalen vertraut gemacht werden.
Siehe auch unter:
Alarmsignale
Strahlenfrühwarnsystem
Für die rasche Erkennung von großräumigen radioaktiven Kontaminationen steht in Österreich ein vom BMLFUW betriebenes Strahlenfrühwarnsystem mit 336 Messstationen zur Verfügung. Mit einer durchschnittlichen Entfernung zwischen den Dosisleistungsmessstellen von 15 Kilometern sind alle Siedlungen gut erfasst. Ballungszentren sind mehrfach bestückt. Zur noch besseren Überwachung der grenznahen Gebiete in der Hauptwindrichtung ausländischer Kernkraftwerke
wurden 10 weitere automatische Luftmonitore zur Bestimmung von radioaktiven Stoffen in der bodennahen Luft aufgebaut.
Über ein Datenübertragungsnetz werden die Dosisleistungswerte permanent sowohl in die betreffende Landeszentrale als auch in die Bundesstrahlenwarnzentrale des für Überwachung der Umwelt auf radioaktive Kontamination zuständigen BMLFUW übermittelt. Die Bundeswarnzentrale im Bundesministerium für Inneres ist ebenfalls in dieses Datenübertragungsnetz eingebunden, sodass auch dort die einzelnen Messergebnisse jederzeit ablesbar sind.
Auch über den Teletext des ORF (Seite 784) sind die Messdaten des Strahlenfrühwarnsystems abrufbar.
Siehe auch unter:
www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/str ... ehwarnsys/
Bundesministerium für Inneres, Abteilung II/4
(Zivilschutz, Krisen- und Katastrophenschutzmanagement)
1014 Wien, Herrengasse 7
(Postanschrift: Postfach 100, A-1014 Wien)
Telefon: (+43/1) 53126/3657
Telefax: (+43/1) 53126/3476
Computerfax: (+43/1)53126/108563
e-mail: [url=mailto:bmi-ii-4@bmi.gv.at]bmi-ii-4@bmi.gv.at[/url]
wien.at
Warn- und Alarmsystem in Österreich
Österreich verfügt über ein gut ausgebautes Warn- und Alarmsystem, das vom Bundesministerium für Inneres gemeinsam mit den Ämtern der Landesregierungen betrieben wird. Damit hat Österreich als eines von wenigen Ländern eine flächendeckende Sirenenwarnung. Die Signale können von über 7.900 Sirenenanlagen im gesamten Bundesgebiet gesendet werden. Die Auslösung der Signale kann je nach Gefahrensituation
zentral von der Bundeswarnzentrale im Bundesministerium für Inneres,
von den Landeswarnzentralen der einzelnen Bundesländer oder
den Bezirkswarnzentralen (Wien hat keine Bezirkszentralen) erfolgen.
IN WIEN BETREIBT DAS SIRENENSYSTEM DIE MAGISTRATSDIREKTION FÜR KRISENMANAGEMENT UND SOFORTMASSNAHMEN
Warn- und Alarmsystem
Probealarm
Sirenen in Wien
Probealarm
Samstag 12 Uhr Sirenenprobe: Ein vertrautes Geräusch für viele Österreicher/innen, denn mit Ausnahme Wiens wird dieser Probealarm jede Woche in allen Bundesländern durchgeführt. Alle Zivilschutzsignale (Warnung, Alarm und Entwarnung) und die Sirenenprobe werden österreichweit einmal im Jahr jeweils am ersten Samstag im Oktober ausgelöst.
Nächster Zivilschutzprobealarm
Der nächste österreichweite Zivilschutzprobealarm findet am 1. Oktober 2005 statt. Zwischen 12 und 13 Uhr werden nach dem Signal "Sirenenprobe" die drei Zivilschutzsignale "Warnung", "Alarm" und "Entwarnung" in ganz Österreich abgestrahlt.
Im Detail wird
um zirka 12.00 Uhr das Signal "Sirenenprobe"
um zirka 12.15 Uhr das Signal "Warnung"
um zirka 12.30 Uhr das Signal "Alarm"
um zirka 12.45 Uhr das Signal "Entwarnung"
über alle Sirenenanlagen ausgelöst.
Am 1. Oktober wird unter der Telefonnummer 4000-7524 in der Zeit von 9 bis 15 Uhr zum Thema Zivilschutzprobealarm ein Infotelefon eingerichtet.
Des weiteren wird auch die MA 55 Stadtinformation unter der Telefonnummer 52550 in der Zeit von 9 bis 16 Uhr den Probealarm betreffende Anrufe entgegennehmen.
Keinesfalls sollten im Zusammenhang mit dem Probealarm Notrufnummern in Anspruch genommen werden.
Siehe: http://www.wien.gv.at/sicherheit/warn/standort.htm
Sirenen- / Zivilschutz-Newsletter bestellen
Sollten in Wien Alarmsirenen ausgelöst werden - egal, ob in einem Ernstfall, wegen eines Probealarms oder einer Fehlauslösung - erhalten Abonnenten dieses Newsletter-Dienstes die entsprechende Information via E-Mail.
Bitte beachten Sie: Dabei wird keine Detailinformation übermittelt. Die elektronische Form des "Indoor-Warning" soll lediglich eine Ergänzung zu den akustischen Sirenenalarmen darstellen.
Die aktuellen Informationen über den Grund eines Sirenenalarms, aber auch Verhaltensanweisungen, etc. werden über die Medien gegeben, daher gilt auch nach einer Verständigung über E-Mail: bitte schalten Sie Ihr Radio ein und warten Sie dort die aktuellen Informationen ab.
Ihre E-Mail-Adresse:
Sirenen- / Zivilschutz-Newsletter-Service abbestellen
Das Wiener Warn- & Alarmsystem
Wie funktioniert das Wiener Warn- und Alarmsystem
Technik
Das Wiener Warn- und Alarmsystem besteht derzeit aus
165 elektronischen und pneumatischen Sirenenanlagen, die zumeist auf den Dächern öffentlicher Gebäude montiert sind, und
einem zentralen Steuerungscomputer, der über vier Funkrelaisstationen mit sämtlichen Sirenen vernetzt ist. Dieser überwacht das System rund um die Uhr und befindet sich in der Katastrophenleitzentrale im Wiener Rathaus. Sollte er ausfallen, übernimmt automatisch ein Ersatzrechner in der Zentralfeuerwache Am Hof seine Funktion.
Die Auslösung des Alarms erfolgt durch codierte Funksignale und ist
einzeln,
bezirksweise,
katastrophensprengelweise und
gesamt möglich.
Organisation
Für das Funktionieren und die Bedienung der Anlagen sorgen
Fachdienststelle für Nachrichtentechnik: Systemerrichtung und technische Betriebsführung
Wache Rathaus: Bedienung des Systems
So ist die Auslösung organisiert
Eintritt eines Ereignisses
Einberufung von Krisenmanagement bzw. Einsatzleitung
Entscheidung über Auslösung des Alarms
Informationen der Bevölkerung über Rundfunk und Fernsehen und erst danach
Auslösen der Sirenensignale
Österreich; Infos aus erster Hand!
Österreich; Infos aus erster Hand!
Heute hat mich doch überraschend viel Infomaterial erreicht; Lest selbst:
Zuletzt geändert von NCW am Dienstag 13. Juni 2006, 23:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Österreich; Infos aus erster Hand!
Anmerkung von mir:
Ich bedanke mich hiermit bei dem Herrn, der mir dies alles hat zukommen lassen, für das Zusammenstellen des hier befindlichen Materials! Freue mich immer wieder, über solche Informationen, nicht zuletzt, weil solch eine freiwillige externe Mitarbeit eine Seltenheit ist! Hut ab!
Weitere Infos:
In der Innenstadt befinden sich Eistüten.
.. und am Stadtrand die uns bekannten HLS 573.
Ich bedanke mich hiermit bei dem Herrn, der mir dies alles hat zukommen lassen, für das Zusammenstellen des hier befindlichen Materials! Freue mich immer wieder, über solche Informationen, nicht zuletzt, weil solch eine freiwillige externe Mitarbeit eine Seltenheit ist! Hut ab!
Weitere Infos:
In der Innenstadt befinden sich Eistüten.
.. und am Stadtrand die uns bekannten HLS 573.
- Dateianhänge
-
- cidimage001jpg01c68f3414ce.jpg (6.65 KiB) 2884 mal betrachtet
Zuletzt geändert von NCW am Dienstag 13. Juni 2006, 23:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Österreich; Infos aus erster Hand!
Hallo Reinhard.
Ich persönlich komme aus Niederösterreich Bezeirk Melk.
Ich und ein Kollege von mir haben diese Woche eine abgebaute Sirene aus dem Nachbarort bekommen.
Vom Type her müsste es eine S2 oder S3 sein, kommplett mit Mast und Schutzdach.
Als ersatz für diese Sirene wurde eine neue Rosenbauer angeschafft und von meinen Feuerwehrkollegen mittels Hubsteigerfahrzeug montiert.
Zur abgebauten Sirene, diese wird von uns restauriert.
Ein funktionstest wurde bereits durchgeführt, funktioniert tadellos.
MFG aus Österreich
Bernd
Ich persönlich komme aus Niederösterreich Bezeirk Melk.
Ich und ein Kollege von mir haben diese Woche eine abgebaute Sirene aus dem Nachbarort bekommen.
Vom Type her müsste es eine S2 oder S3 sein, kommplett mit Mast und Schutzdach.
Als ersatz für diese Sirene wurde eine neue Rosenbauer angeschafft und von meinen Feuerwehrkollegen mittels Hubsteigerfahrzeug montiert.
Zur abgebauten Sirene, diese wird von uns restauriert.
Ein funktionstest wurde bereits durchgeführt, funktioniert tadellos.
MFG aus Österreich
Bernd
Re: Österreich; Infos aus erster Hand!
Hier ein paar Standorte alter WWII Sirenen:
Margaretenstraße # Ziegelofengasse (Helin)
Margaretenstraße # Reinprechtsdorferstraße (Helin)
Margaretengürtel # Arbeitergasse (nicht identifiziert, laut Angabe nur ein Dach)
Siebensterngasse # Mondscheingasse (Helin)
Sechshauserstraße # Winkelmannstraße (Helin; siehe Fotos)
Gaudenzdorfergürtel#Ullmannstraße (Helin)
Mich wunderts, dass dort so viele doppelrotorige Helins angebracht sind.
...Dazu ein kleines Zitat:
Margaretenstraße # Ziegelofengasse (Helin)
Margaretenstraße # Reinprechtsdorferstraße (Helin)
Margaretengürtel # Arbeitergasse (nicht identifiziert, laut Angabe nur ein Dach)
Siebensterngasse # Mondscheingasse (Helin)
Sechshauserstraße # Winkelmannstraße (Helin; siehe Fotos)
Gaudenzdorfergürtel#Ullmannstraße (Helin)
Mich wunderts, dass dort so viele doppelrotorige Helins angebracht sind.
...Dazu ein kleines Zitat:
Würde mich freuen, falls wer Interesse hat so eine abzumontieren. Ich denke, die Hausverwaltung wird froh sein, wenn wer die Dinger gratis entsorgt
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