Hallo zusammen,
da in letzter Zeit häufiger über die Schmierung von Kugellagern bei der Restauration alter Sirenen berichtet wurde, möcht ich auch was dazu beitragen. Ich hab (ist schon länger her) bei einem Wälzlagerhersteller eine Lehre gemacht, deswegen glaub ich das ich ein bißchen Ahnung von dem Ganzen hab.
Ich würde generell bei der Verwendung von neuen Lagern immer doppelt geschlossene (Bezeichnung (....ZZ oder 2Z) verwenden, dort ist bestimmt das richtige Fett in der richtigen Menge drin, außerdem staubgeschützt.
Bei alten Schulterlagern oder der Verwendung der vorhandenen ist zunächt mal das alte Fett rückstandsfrei zu entfernen, am besten in ein Lösunggsmittel einlegen und dann mit Pinsel o.ä. auswaschen. Keine harten Gegenstände benutzen! Danach kann man auch den Zustand des Lagers am einfachsten beurteilen -> anschubsen und je lauter es läuft desdo schlechter (ausgeschlagener) ist es.
So und jetzt kommts! Welches Fett ins Lager? Die Auslaufdauer ist nicht der ausschlaggebende Punkt, das hat auch was mit der Masse zu tun. Die von mir zur Zeit bearbeitete S2A hatte 450 Gramm Zementstaub im Rotor, die alten Schulterlager angerostet und ausgeschlagen, aber Auslaufzeit wie eine Große!
Jeder Hersteller hat für unterschiedliche Anforderungen natürlich spezielles Fett, aber da wir uns mit unseren Sirenen ja im Normalbereich bewegen sollten wir es nicht übertreiben! Die Lagerfette von heute übertreffen was Schmierung und Haltbarkeit anbelangt die Pampe von vor 20 Jahren um Welten! (Graphit gabs aber noch nie!)
Meine Empfehlung macht euch schlau bei den Herstellern! z.B.:
http://www.skf.com/portal/skf/home/prod ... nk=1_0_101
Schönen Sonntag!
Land 4-4