Abbau Dreibein E57
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Abbau Dreibein E57
Es beginnt ein Abenteuer...
Ende Oktober hat mich ein Bekannter angeschrieben, er habe gehört das in einen meiner Nachbarkreise eine alte Halle abgerissen werden soll, auf der sich noch eine Sirene befindet. Natürlich war mein Interesse sofort geweckt, eine Sirene die dem Abriss droht, da heißt es handeln bevor es wieder zu spät ist. War mir im Sommer, schon eine durch Abriss durch die Lappen gegangen...
So bat ich ihm doch da mal genauer nachzuforschen und so konnte ich ein paar Tage später mit dem Eigentümer der Halle telefonieren und die erste Lage besprechen. Die ersten Infos nach war es eine "Feuerwehrsirene", die seit Jahren ein nutzloses Dasein auf dem Dach fristete. Bei der Halle sollte es sich um eine 4 m hohe Flachdach Konstruktion handeln, die in 14 Tagen den Erdboden gleichgemacht werden soll. Es blieb also für die Planung nur sehr wenig Zeit, sollte ich mich denn für den Abbau entscheiden. (Eigentlich hatte ich mich schon entschieden, diese zu retten, aber ein paar Hindernisse gab es noch.)
Die Vernunft sagte mir, dass es besser ist noch eine Nacht drüber zu schlafen und nochmal genau in mich zu gehen. Das Teufelchen, die musst du retten, sonst wandert die in den Schrott. Also folgten die nächsten Tage, mit weiteren Telefonaten und Emailverkehr, bis alle weiteren Details und ein Abbautermin besprochen waren.
Zu Hause gingen dann am Wochenende die Vorbereitungen los, es wurde haufenweise Werkzeug und Rostlöser zusammengesucht, die Flex und der große Bolzenschneider eingepackt, eine passende 5m Leiter musste ich mir vom Kollegen leihen. Dieses wurde abends alles ins Auto verladen, da ich morgens früh direkt starten wollte...
Der Abbautag
Es ist Anfang November, der Tag begann morgens um 6 Uhr, wollte ich den Abbau doch am Vormittag erledigt haben. Die Nacht war recht kurz, da mir viele Dinge durch den Kopf gingen, die den Abbau betrafen. Es ist ja nicht die erste Sirene die ich bergen wollte, aber trotzdem bleibt da immer so ein komisches Gefühl. Trotz vieler Telefonate und Emails, wo Details besprochen wurden.
Ein großer Nachteil war, dass mein Kollege mit Lungenentzündung flach lag und mir nun die ganze Last alleine oblag. Aber da alles geplant war und mir die Zeit bis zum Abriss sehr im Nacken saß, konnte ich den Termin nicht mehr groß verschieben.
Ein Vorteil, der Eigentümer hatte mir am Telefon versichert, dass ein Teleskopstapler vor Ort sein würde und dieser die Sirene vom Dach nehmen würde. Blieb also nur die Frage, wie bekomme ich die Sirene von ihrem luftigen Standort in 2,5m Höhe runter. Aber das wollte ich auf mich zukommen lassen, wenn ich ihr direkt gegenüberstehe.
Die 100 Kilometer Anfahrt verliefen eher unspektakulär, zogen sich nur knapp 1,5 Stunden hin, da die ganze Strecke über Landstraßen verlief.
Vor Ort angekommen, wurde ich durch den Eigentümer freundlich begrüßt und er zeigte mir die Sirene und den Raum mit der Steuerung. Sollte und wollte ich doch alles retten... Außerdem bot er mir Hilfe an, falls irgendwo Probleme auftreten, da ich ja alleine unterwegs war.
Der nächste Weg führte mich zurück zum Auto, Leiter auspacken. Wollte ich doch rauf aufs Dach und mir alles genau anschauen. Gesagt getan und dann kam die Ernüchterung, meine Leiter war zu kurz... Die Halle hatte entgegen der Aussage eine Höhe von über 6 Meter. Zum Glück konnte ich mir vom Besitzer eine größere Leiter leihen, sonst hätte ich unverrichteter Dinge direkt wieder fahren können.
Nachdem das Problem gelöst war, war der Weg frei und ich konnte endlich aufs Dach rauf. Oben angekommen, konnte ich das Prachtstück genauer unter die Lupe nehmen. Dazu musste ich mich auf die untere Strebe vom Dreibein stellen.
Der erste Blick war eher ernüchternd, die Sirene war in einem schlechten Zustand und ich war kurz am überlegen die ganze Aktion abzublasen. Da es aber einiges an Vorbereitung gekostet hatte und ich sowieso vor Ort war, gab es wenig Gründe für einen Rückzieher. Nach einen kurzen Blick auf das Typenschild, ging es wieder runter in den Raum mit der Steuerung. Vom Zustand her hatte ich nicht erwartet, dass die alte Dame noch laufen würde, aber nach dem Druck auf dem Knopf setzte sie sich schwerfällig in Bewegung. Sie läuft, trotzdem sie 20 Jahre keine Wartung bekommen und seid 10 Jahren nicht mehr im Dienst stand.
Nach diesem freudigen Ereignis, ging es zurück auf das Dach. Bewaffnet mit Rostlöser, Sprühöl und diversen Schraubenschlüsseln ging es daran alle Schrauben und Muttern einzusprühen, um das spätere lösen zu erleichtern. Im Anschluss ging es dran, dass Dach abzubauen. Leider ist im laufe der Jahre einer der drei Bolzen abgebrochen und es hat an der Seite einen ca. 5cm langen Riss, aber für ein fast 50 Jahre altes Dach vollkommen in Ordnung. Zu meiner großen Freude handelt es sich noch um das original "Bund ZB" Dach mit dem entsprechenden Aufdruck.
Die beiden verbliebenen Muttern ließen sich überraschend leicht lösen, so das das Dach nach 10 Minuten schon abgenommen und zur Seite gelegt werden konnte.
Nun stellte sich für mich die Frage, wie die Sirene am besten vom Dreibein zu heben sei. Da die Sirene in ca. 2,5m thronte und ich die 64 kg schwere Sirene nicht alleine über Kopf heben konnte, blieb nur die Option sie mitsamt Dreibein umzulegen. Auch kein einfaches unterfangen, aber für mich alleine die einzige Option. Um an die unteren Schrauben ran zukommen, musste erst mühsam die Dachhaut und die Bleieinfassung um die Streben entfernt werden. Dieses zog sich ein wenig hin, da die Bitumenbahn sich fest um die Stützen gelegt hatte. Als diese schweißtreibende Arbeit erledigt war, ging es endlich dran die unteren Schrauben zu lösen. Durch die geschützte Lage unter der Bleihaut, ließen sich diese recht leicht lösen und schließlich mit leichten Hammerschlägen dazu bewegen ihren Platz zu verlassen.
Nun ging es darum, das komplette Dreibein mit Sirene (ca. 100kg) umzulegen. Da das Dreibein konstruktionsbedingt aber so gebaut ist, dass es stabil stehen soll und die Dachverschraubungen noch fest verschraubt waren, mussten die Streben erst aus diesen gehoben werden. Leider gab es auf dem Dach keine stabile Möglichkeit um das Dreibein anzuleinen und so das umlegen zu erleichtern. Daher musste ich es ankippen und langsam ankippen und gestützt durch meine Schulter umlegen.
Dieses ging erstaunlich gut und so konnte ich wenig später auch schon beginnen, die drei Schrauben zu lösen, die die Sirene mit dem Mastfuss verfinden. Dank Röstlöser war auch dieses innerhalb kurzer Zeit erledigt und die E57 war bereit, nach über 50 Jahren ihre Rückreise vom Dach anzutretten. Dieses sollte ja mit dem versprochenen Teleskopstapler passieren, der aber leider nach Rückfrage nicht zur Verfügung stand. Stattdessen war nur ein Radlader verfügbar, dessen Gabel aber nicht bis zur Dachkante reichte. Die Alternative war nun die Sirene am Seil händisch abzulassen, wobei mir das nicht umbedingt gefiel. Nun kam aber der Besitzer auf den Einfall, das er mit fünf Paletten den Zwischenraum zur Dachkante überbrücken könnte. Leider fehlten dann immer noch 1,5 m um die Sirene bequem auf die Paletten zu legen, aber so war es doch einfacher als die komplette Strecke abzulassen. Da die Sirene sowieso schon am Seil hing, haben wir sie kurzerhand vorsichtig runtergelassen auf die Paletten und so fand sie doch noch sanft den Weg Richtung Boden.
Zurück blieb nur das Dreibein, das auf den gleichen Wege nach unten transportiert werden sollte, ich mich aber kurzfristig umentschieden hatte, da es für den Transport sowieso zerlegt werden musste. Also ging es dran die 12 Schrauben zu lösen. Der Zahn der Zeit hatte schon ordentlich an ihnen genagt, so das es gar noch so einfach war, diese davon zu überzeugen sich zu lösen. Drei der Schrauben oben am Kopf, haben sich entschieden es einfach zu machen und sind nach kurzer Anstrengung direkt abgerissen.
Nach einer anstrengenden dreiviertel Stunde war auch das Dreibein in 6 handliche Teile zerlegt und konnte vom Dach gebracht werden. Temporär blieben nur die drei Halteplatten für die Dachverschraubung zurück, da sich die Konterpunkte im inneren der Halle befanden. Also ging es in die Halle, Leiter aufgebaut und Schlüssel angesetzt. Die Muttern ließen sich zu Anfang recht einfach lösen, bis sich die großen Bolzen gelöst hatten und mitdrehten. Um dieses Problem zu lösen ging es wieder rauf aus Dach, dort wurde dann ein Maulschlüssel in die Grundplatte geklemmt, so das sich dieser nicht von der Schraube lösen konnte. Zurück in der Halle ließen sich nacheinander alle drei Bolzen lösen und die Bolzen nach oben austreiben. Auf dem Dach wurden dann noch alle Schrauben, die Grundplatten und das restliche Werkzeug eingesammelt, waren hier doch alle Arbeiten erledigt.
Ende Oktober hat mich ein Bekannter angeschrieben, er habe gehört das in einen meiner Nachbarkreise eine alte Halle abgerissen werden soll, auf der sich noch eine Sirene befindet. Natürlich war mein Interesse sofort geweckt, eine Sirene die dem Abriss droht, da heißt es handeln bevor es wieder zu spät ist. War mir im Sommer, schon eine durch Abriss durch die Lappen gegangen...
So bat ich ihm doch da mal genauer nachzuforschen und so konnte ich ein paar Tage später mit dem Eigentümer der Halle telefonieren und die erste Lage besprechen. Die ersten Infos nach war es eine "Feuerwehrsirene", die seit Jahren ein nutzloses Dasein auf dem Dach fristete. Bei der Halle sollte es sich um eine 4 m hohe Flachdach Konstruktion handeln, die in 14 Tagen den Erdboden gleichgemacht werden soll. Es blieb also für die Planung nur sehr wenig Zeit, sollte ich mich denn für den Abbau entscheiden. (Eigentlich hatte ich mich schon entschieden, diese zu retten, aber ein paar Hindernisse gab es noch.)
Die Vernunft sagte mir, dass es besser ist noch eine Nacht drüber zu schlafen und nochmal genau in mich zu gehen. Das Teufelchen, die musst du retten, sonst wandert die in den Schrott. Also folgten die nächsten Tage, mit weiteren Telefonaten und Emailverkehr, bis alle weiteren Details und ein Abbautermin besprochen waren.
Zu Hause gingen dann am Wochenende die Vorbereitungen los, es wurde haufenweise Werkzeug und Rostlöser zusammengesucht, die Flex und der große Bolzenschneider eingepackt, eine passende 5m Leiter musste ich mir vom Kollegen leihen. Dieses wurde abends alles ins Auto verladen, da ich morgens früh direkt starten wollte...
Der Abbautag
Es ist Anfang November, der Tag begann morgens um 6 Uhr, wollte ich den Abbau doch am Vormittag erledigt haben. Die Nacht war recht kurz, da mir viele Dinge durch den Kopf gingen, die den Abbau betrafen. Es ist ja nicht die erste Sirene die ich bergen wollte, aber trotzdem bleibt da immer so ein komisches Gefühl. Trotz vieler Telefonate und Emails, wo Details besprochen wurden.
Ein großer Nachteil war, dass mein Kollege mit Lungenentzündung flach lag und mir nun die ganze Last alleine oblag. Aber da alles geplant war und mir die Zeit bis zum Abriss sehr im Nacken saß, konnte ich den Termin nicht mehr groß verschieben.
Ein Vorteil, der Eigentümer hatte mir am Telefon versichert, dass ein Teleskopstapler vor Ort sein würde und dieser die Sirene vom Dach nehmen würde. Blieb also nur die Frage, wie bekomme ich die Sirene von ihrem luftigen Standort in 2,5m Höhe runter. Aber das wollte ich auf mich zukommen lassen, wenn ich ihr direkt gegenüberstehe.
Die 100 Kilometer Anfahrt verliefen eher unspektakulär, zogen sich nur knapp 1,5 Stunden hin, da die ganze Strecke über Landstraßen verlief.
Vor Ort angekommen, wurde ich durch den Eigentümer freundlich begrüßt und er zeigte mir die Sirene und den Raum mit der Steuerung. Sollte und wollte ich doch alles retten... Außerdem bot er mir Hilfe an, falls irgendwo Probleme auftreten, da ich ja alleine unterwegs war.
Der nächste Weg führte mich zurück zum Auto, Leiter auspacken. Wollte ich doch rauf aufs Dach und mir alles genau anschauen. Gesagt getan und dann kam die Ernüchterung, meine Leiter war zu kurz... Die Halle hatte entgegen der Aussage eine Höhe von über 6 Meter. Zum Glück konnte ich mir vom Besitzer eine größere Leiter leihen, sonst hätte ich unverrichteter Dinge direkt wieder fahren können.
Nachdem das Problem gelöst war, war der Weg frei und ich konnte endlich aufs Dach rauf. Oben angekommen, konnte ich das Prachtstück genauer unter die Lupe nehmen. Dazu musste ich mich auf die untere Strebe vom Dreibein stellen.
Der erste Blick war eher ernüchternd, die Sirene war in einem schlechten Zustand und ich war kurz am überlegen die ganze Aktion abzublasen. Da es aber einiges an Vorbereitung gekostet hatte und ich sowieso vor Ort war, gab es wenig Gründe für einen Rückzieher. Nach einen kurzen Blick auf das Typenschild, ging es wieder runter in den Raum mit der Steuerung. Vom Zustand her hatte ich nicht erwartet, dass die alte Dame noch laufen würde, aber nach dem Druck auf dem Knopf setzte sie sich schwerfällig in Bewegung. Sie läuft, trotzdem sie 20 Jahre keine Wartung bekommen und seid 10 Jahren nicht mehr im Dienst stand.
Nach diesem freudigen Ereignis, ging es zurück auf das Dach. Bewaffnet mit Rostlöser, Sprühöl und diversen Schraubenschlüsseln ging es daran alle Schrauben und Muttern einzusprühen, um das spätere lösen zu erleichtern. Im Anschluss ging es dran, dass Dach abzubauen. Leider ist im laufe der Jahre einer der drei Bolzen abgebrochen und es hat an der Seite einen ca. 5cm langen Riss, aber für ein fast 50 Jahre altes Dach vollkommen in Ordnung. Zu meiner großen Freude handelt es sich noch um das original "Bund ZB" Dach mit dem entsprechenden Aufdruck.
Die beiden verbliebenen Muttern ließen sich überraschend leicht lösen, so das das Dach nach 10 Minuten schon abgenommen und zur Seite gelegt werden konnte.
Nun stellte sich für mich die Frage, wie die Sirene am besten vom Dreibein zu heben sei. Da die Sirene in ca. 2,5m thronte und ich die 64 kg schwere Sirene nicht alleine über Kopf heben konnte, blieb nur die Option sie mitsamt Dreibein umzulegen. Auch kein einfaches unterfangen, aber für mich alleine die einzige Option. Um an die unteren Schrauben ran zukommen, musste erst mühsam die Dachhaut und die Bleieinfassung um die Streben entfernt werden. Dieses zog sich ein wenig hin, da die Bitumenbahn sich fest um die Stützen gelegt hatte. Als diese schweißtreibende Arbeit erledigt war, ging es endlich dran die unteren Schrauben zu lösen. Durch die geschützte Lage unter der Bleihaut, ließen sich diese recht leicht lösen und schließlich mit leichten Hammerschlägen dazu bewegen ihren Platz zu verlassen.
Nun ging es darum, das komplette Dreibein mit Sirene (ca. 100kg) umzulegen. Da das Dreibein konstruktionsbedingt aber so gebaut ist, dass es stabil stehen soll und die Dachverschraubungen noch fest verschraubt waren, mussten die Streben erst aus diesen gehoben werden. Leider gab es auf dem Dach keine stabile Möglichkeit um das Dreibein anzuleinen und so das umlegen zu erleichtern. Daher musste ich es ankippen und langsam ankippen und gestützt durch meine Schulter umlegen.
Dieses ging erstaunlich gut und so konnte ich wenig später auch schon beginnen, die drei Schrauben zu lösen, die die Sirene mit dem Mastfuss verfinden. Dank Röstlöser war auch dieses innerhalb kurzer Zeit erledigt und die E57 war bereit, nach über 50 Jahren ihre Rückreise vom Dach anzutretten. Dieses sollte ja mit dem versprochenen Teleskopstapler passieren, der aber leider nach Rückfrage nicht zur Verfügung stand. Stattdessen war nur ein Radlader verfügbar, dessen Gabel aber nicht bis zur Dachkante reichte. Die Alternative war nun die Sirene am Seil händisch abzulassen, wobei mir das nicht umbedingt gefiel. Nun kam aber der Besitzer auf den Einfall, das er mit fünf Paletten den Zwischenraum zur Dachkante überbrücken könnte. Leider fehlten dann immer noch 1,5 m um die Sirene bequem auf die Paletten zu legen, aber so war es doch einfacher als die komplette Strecke abzulassen. Da die Sirene sowieso schon am Seil hing, haben wir sie kurzerhand vorsichtig runtergelassen auf die Paletten und so fand sie doch noch sanft den Weg Richtung Boden.
Zurück blieb nur das Dreibein, das auf den gleichen Wege nach unten transportiert werden sollte, ich mich aber kurzfristig umentschieden hatte, da es für den Transport sowieso zerlegt werden musste. Also ging es dran die 12 Schrauben zu lösen. Der Zahn der Zeit hatte schon ordentlich an ihnen genagt, so das es gar noch so einfach war, diese davon zu überzeugen sich zu lösen. Drei der Schrauben oben am Kopf, haben sich entschieden es einfach zu machen und sind nach kurzer Anstrengung direkt abgerissen.
Nach einer anstrengenden dreiviertel Stunde war auch das Dreibein in 6 handliche Teile zerlegt und konnte vom Dach gebracht werden. Temporär blieben nur die drei Halteplatten für die Dachverschraubung zurück, da sich die Konterpunkte im inneren der Halle befanden. Also ging es in die Halle, Leiter aufgebaut und Schlüssel angesetzt. Die Muttern ließen sich zu Anfang recht einfach lösen, bis sich die großen Bolzen gelöst hatten und mitdrehten. Um dieses Problem zu lösen ging es wieder rauf aus Dach, dort wurde dann ein Maulschlüssel in die Grundplatte geklemmt, so das sich dieser nicht von der Schraube lösen konnte. Zurück in der Halle ließen sich nacheinander alle drei Bolzen lösen und die Bolzen nach oben austreiben. Auf dem Dach wurden dann noch alle Schrauben, die Grundplatten und das restliche Werkzeug eingesammelt, waren hier doch alle Arbeiten erledigt.
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Re: Abbau Dreibein E57
Abbau der Schalttechnik
Als letztes blieb noch der Abbau der Steuertechnik, welche sich ja noch in Raum unter der Sirene befand.
Kurz nach meiner Ankunft hatte ich diese schon in Augenschein genommen und auch ausprobiert. Der Fakt das sich auf der Anlage noch Strom befand und ich diese probieren konnte, hatte mich zum Beginn noch erfreut, aber beim Abbau von Steuerkasten erwies es sich als hinderlich. Die Sirene war direkt auf dem Hausanschlusskasten angeklemmt, da dieser verplombt ist ein kleines Problem.
Daher habe ich mich erst mal dran gemacht, die alte Funksteuerung abzubauen. Dafür wurde das Kabel kurz mit dem Bolzenschneider gekappt und die zwei Schrauben der Sicherung und die vier vom Fernwirkempfänger gelöst.
Das Kabel welches früher die Sirene mit Strom versorgte wurde auf die gleiche Weise gekappt, nur die stromführende Zuleitung blieb noch über. Ein durchtrennen des Kabels mittels Bolzenschneider war keine Option, da der Strom in der Halle noch gebraucht wurde und ich keinen Kurzschluss provozieren wollte. Als Glück erwies sich das der Eigentümer (Elektriker) mir diese Arbeit abnahm und die einzelnen Kabel rausschraubte und mit Isolierband umwickelte. Keine professionelle Lösung, aber da die Halle sowieso nicht mehr lange stehen sollte, ging es als Provisorium.
Als letztes blieben nur noch die drei Schrauben vom Schützkasten und alles war erledigt.
Als letztes blieb noch der Abbau der Steuertechnik, welche sich ja noch in Raum unter der Sirene befand.
Kurz nach meiner Ankunft hatte ich diese schon in Augenschein genommen und auch ausprobiert. Der Fakt das sich auf der Anlage noch Strom befand und ich diese probieren konnte, hatte mich zum Beginn noch erfreut, aber beim Abbau von Steuerkasten erwies es sich als hinderlich. Die Sirene war direkt auf dem Hausanschlusskasten angeklemmt, da dieser verplombt ist ein kleines Problem.
Daher habe ich mich erst mal dran gemacht, die alte Funksteuerung abzubauen. Dafür wurde das Kabel kurz mit dem Bolzenschneider gekappt und die zwei Schrauben der Sicherung und die vier vom Fernwirkempfänger gelöst.
Das Kabel welches früher die Sirene mit Strom versorgte wurde auf die gleiche Weise gekappt, nur die stromführende Zuleitung blieb noch über. Ein durchtrennen des Kabels mittels Bolzenschneider war keine Option, da der Strom in der Halle noch gebraucht wurde und ich keinen Kurzschluss provozieren wollte. Als Glück erwies sich das der Eigentümer (Elektriker) mir diese Arbeit abnahm und die einzelnen Kabel rausschraubte und mit Isolierband umwickelte. Keine professionelle Lösung, aber da die Halle sowieso nicht mehr lange stehen sollte, ging es als Provisorium.
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Re: Abbau Dreibein E57
Gratuliere zur erfolgreichen Rettung! Ich hatte bisher nie so viel Glück, entweder war keiner zuständig, oder "sicherheitskritische" Technik aus Landeseigentum durfte nicht einfach so an "irgendwelche Zivilisten" ausgehändigt werden.
Dann mal viel Erfolg bei der Instandsetzung und schön, dass Du den kleinen Aufputz-Sicherungssockel mitgenommen hast, die sind heutzutage echt selten.
Dann mal viel Erfolg bei der Instandsetzung und schön, dass Du den kleinen Aufputz-Sicherungssockel mitgenommen hast, die sind heutzutage echt selten.
"Wer bewirkt, dass dort, wo bisher keine Sirene stand, nunmehr eine Sirene steht, der hat mehr für ein Volk geleistet als ein Feldherr, der eine Schlacht gewann." - Friedrich der Große (könnte das so ähnlich gesagt haben)
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Re: Abbau Dreibein E57
Danke!
Ja das kenne ich leider auch. Zum einen hat hier oben eine große Firma ihre Finger auf 99 Prozent der Sirenen und zum anderen wenn man dann was mitbekommt ist keiner Zuständig.
Muss gestehen, habe die Elektror weitergegeben, der neue Besitzer hat sie zerlegt und komplett gesandstrahlt.
Klar, kam der Mit. Gehörte ja zur gesamten Anlage und somit nimmt man auch so kleine Details mit. Habe auch sämtliche Schrauben eingesammelt und weggelegt. Sind zwar nicht mehr zu gebrauchen, aber vereinfacht die Ersatzbeschaffung.
Ja das kenne ich leider auch. Zum einen hat hier oben eine große Firma ihre Finger auf 99 Prozent der Sirenen und zum anderen wenn man dann was mitbekommt ist keiner Zuständig.
Muss gestehen, habe die Elektror weitergegeben, der neue Besitzer hat sie zerlegt und komplett gesandstrahlt.
Klar, kam der Mit. Gehörte ja zur gesamten Anlage und somit nimmt man auch so kleine Details mit. Habe auch sämtliche Schrauben eingesammelt und weggelegt. Sind zwar nicht mehr zu gebrauchen, aber vereinfacht die Ersatzbeschaffung.
Re: Abbau Dreibein E57
Das sieht ja gut aus.
Ich habe auch gerade gestern eine E57 bekommen, welche im Rahmen einer Dachsanierung "entsorgt" werden sollte.
Dazu mehr später...
Ist an dem Hausanschluss das Kabel der Sirene so halbherzig mit rein gebohrt? Leider erkennt man das nicht so gut.
Bei uns sehen die Hausanschlüsse in Gebäuden mit Sirenen so aus: Gruß,
Ralph
Ich habe auch gerade gestern eine E57 bekommen, welche im Rahmen einer Dachsanierung "entsorgt" werden sollte.
Dazu mehr später...
Ist an dem Hausanschluss das Kabel der Sirene so halbherzig mit rein gebohrt? Leider erkennt man das nicht so gut.
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Re: Abbau Dreibein E57
Ui, na da freut sich ja die Elektrofachkraft in mir... *Ironie*
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Re: Abbau Dreibein E57
Ralph, wäre Interessand was im HAK ist.
Denn wenn nur eine reihe NH's drin ist, wären ja die 4qmm mit 63A abgesichtert.
Denn wenn nur eine reihe NH's drin ist, wären ja die 4qmm mit 63A abgesichtert.
"Die Sirene ist und bleibt das effektivste Mittel um Aufmerksamkeit der Massen zu erregen"
Re: Abbau Dreibein E57
Naja. Der HAK ist recht groß...hoffendlichS3 hat geschrieben: Donnerstag 4. März 2021, 11:37 Ralph, wäre Interessand was im HAK ist.
Denn wenn nur eine reihe NH's drin ist, wären ja die 4qmm mit 63A abgesichtert.
hab da mal was: Gruß,
Ralph
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Re: Abbau Dreibein E57
Zum Anschlusskasten habe ich eine off-Topic-Frage (bitte um Nachsicht :-)
Auf der Eingangsseite eine Phase blau und der Mp grau. Auf der Ausgangsseite sind beide Mp blau. Diese Farbmischungen habe ich bei älteren Anlagen schon öfter gesehen, deshalb gilt ja auch die Regel "allpolig messen" und nicht "vertrau auf blau". Wann und warum wurde die Zuordnung der Aderfarben geändert und wann wurden die Bezeichnungen R S T Mp gegen L1 L2 L3 N ersetzt? Hat jemand einen Link, wo man mehr darüber lesen kann?
Auf der Eingangsseite eine Phase blau und der Mp grau. Auf der Ausgangsseite sind beide Mp blau. Diese Farbmischungen habe ich bei älteren Anlagen schon öfter gesehen, deshalb gilt ja auch die Regel "allpolig messen" und nicht "vertrau auf blau". Wann und warum wurde die Zuordnung der Aderfarben geändert und wann wurden die Bezeichnungen R S T Mp gegen L1 L2 L3 N ersetzt? Hat jemand einen Link, wo man mehr darüber lesen kann?
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Re: Abbau Dreibein E57
Moin,Ralph hat geschrieben: Donnerstag 4. März 2021, 10:34 Das sieht ja gut aus.
Ich habe auch gerade gestern eine E57 bekommen, welche im Rahmen einer Dachsanierung "entsorgt" werden sollte.
Dazu mehr später...
Ist an dem Hausanschluss das Kabel der Sirene so halbherzig mit rein gebohrt? Leider erkennt man das nicht so gut.
Bei uns sehen die Hausanschlüsse in Gebäuden mit Sirenen so aus:
IMG_5221.jpg
Gruß,
Ralph
habe ich leider kein genaueres Bild von gemacht, aber soweit ich mich erinnere, war das oben im HA durch die Kabeldurchführung in einen Rohr verlegt und weiter zum Kasten.
So war übrigens meine "Haussirene" in Baden-Württemberg angeklemmt.
Gruß Momme
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Re: Abbau Dreibein E57
Seh ich das richtig? 25A Nh's für die E57? Da ist doch gar keine Selektivität gegeben. Wenn die 25A Diazed im E57 Schaltkasten fliegt, dann fliegt die NH gleich mit raus. Was ein Schwachsinn.Ralph hat geschrieben: Donnerstag 4. März 2021, 12:15
Naja. Der HAK ist recht groß...
hab da mal was:
IMG_5223.jpg
Gruß,
Ralph
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Re: Abbau Dreibein E57
Früher gab es gar keine genaue Zuordnung der Farben, Da konnte Rot mal der N sein, mal der PE,Totusignotus hat geschrieben: Donnerstag 4. März 2021, 16:18 Zum Anschlusskasten habe ich eine off-Topic-Frage (bitte um Nachsicht :-)
Auf der Eingangsseite eine Phase blau und der Mp grau. Auf der Ausgangsseite sind beide Mp blau. Diese Farbmischungen habe ich bei älteren Anlagen schon öfter gesehen, deshalb gilt ja auch die Regel "allpolig messen" und nicht "vertrau auf blau". Wann und warum wurde die Zuordnung der Aderfarben geändert und wann wurden die Bezeichnungen R S T Mp gegen L1 L2 L3 N ersetzt? Hat jemand einen Link, wo man mehr darüber lesen kann?
aber auch mal Phase/LSD. Das war auch einer der Hauptgründe um Die Farben zu ändern.
Selektivität mit Faktor 1,2 ist bei 25er NHs gegeben bei 20A im S57.
Aber NHs sind sooooo träge, da werden die sowieso nie kommen.
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Re: Abbau Dreibein E57
Ach stimmt ja... 🤦♀️🤦♀️🤦♀️hoffendlichS3 hat geschrieben: Freitag 5. März 2021, 10:35 Selektivität mit Faktor 1,2 ist bei 25er NHs gegeben bei 20A im S57.
Aber NHs sind sooooo träge, da werden die sowieso nie kommen.
Entschuldigt bitte... 😅
Re: Abbau Dreibein E57
Der sollte ja a) 1,6 betragen und b) NHs sing gar nicht so träge. Eine gG/gL ist als NH nicht langsamer als Diazed/Neozed. Das Abschaltvermögen ist nur viel höher.hoffendlichS3 hat geschrieben: Freitag 5. März 2021, 10:35 Selektivität mit Faktor 1,2 ist bei 25er NHs gegeben bei 20A im S57.
Aber NHs sind sooooo träge, da werden die sowieso nie kommen.
Also vorsichtig mit solchen Aussagen!