Im Tal schrillt keine Sirene mehr.
ALTENBAMBERG. Eine Feueralarmsirene innerhalb eines Ortes ist nicht vorgeschrieben. […] Dies waren Ergebnisse der jüngsten Ratssitzung nach engagierter Debatte.
Ratsmitglied Hans Jürgen Kiefer hatte den Antrag auf Installation einer Feuersirene gestellt, nachdem die bisherige am alten Schulhaus abgebaut wurde. Der neue Besitzer wollte dies so. Sie am Feuerwehrgerätehaus anzumontieren, hätte 2500 Euro gekostet, war von Ordnungsamtsleiter Thomas Müller zu erfahren. Wie Müller aber erläuterte, dienten diese Sirenen an Gebäuden früher dem Zivilschutz. 1992 sind die Verbandsgemeinden Besitzer dieser Geräte zur lauten Alarmierung geworden und mussten sie warten. Genutzt wurden sie nur noch im Brandfall. Stand der Technik ist aber: Feuerwehrleute werden durch Rufmelder, die sie überallhin mitnehmen können, alarmiert. Durch diese Umstellung sei eine Sirene unnötig, so Müller. Dies sei auch mit allen Wehren der Verbandsgemeinde so abgesprochen. Bürgermeister Hermann Schoon unterstrich ebenfalls, dass die Tendenz zur „stillen Alarmierung“ unverkennbar sei. Eine Überprüfung der Melder durch Probealarm erfolge jeden Samstag. Hinzu komme, dass in Altenbamberg durch seine Topografie als kurvenreiches Reihendorf eine Sirene sowieso nur partiell gehört werden könnte. Wenn es brennt, greife man zum Telefon und renne nicht los, um die Sirene zu drücken. Am Ende der Debatte wollte nur noch Kiefer einen Antrag auf Installation einer Sirene stellen; die anderen Ratsmitglieder verzichteten (acht) oder enthielten sich der Stimme (zwei), auch wenn Alten-bamberg momentan der einzige Ort in der VG ohne „Heuler“ ist.
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Bei Hochwasser: Auch bei Hochwasser muss nicht per Gebäudesirene alarmiert werden. Diesen Warndienst übernimmt die Feuerwehr mit Megaphon.
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(Quelle: Allgemeine Zeitung, Bad Kreuznach, 16.07.2005)
Altenbamberg liegt in der Nähe von Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz.