Denn sie stand - das muß sich mal einer vorstellen - mitten in einem Ferienlager für Kinder und Jugendliche! Man stelle sich dort mal einen Probealarm vor - die armen Kids! Ich denke, daß dieses der Grund für den frühzeitigen Abbau war.
Hmm... Glaube eigentlich nicht, daß der Standort der Grund für den Abbau war (kann mich natürlich auch täuschen). Damals war man offensichtlich ohnehin extrem schmerzfrei, was die Standortwahl betraf - Beispiele:
- HLS Kassel-Auefeld: Standort auf einem Kinderspielplatz, der an den Schulhof einer Grund- und Mittelschule angrenzt. Von dort stammte ja auch das schöne Foto von 1968 vom ersten Probealarm...
http://www.hochleistungssirene.de/downl ... _HNA_1.pdf
Mein Fahrlehrer ging übrigens auf diese Schule und berichtete mir 1993 von der Sirene; er beschrieb es durchaus als (Zitat!) "unerträglich".
- HLS Kassel-Hegelsberg: Standort auf einem Abenteuerspielplatz
- HLS Kassel-Bettenhausen: Bei Aufstellung war der Standort die "Beschützende Werkstatt", wohl eine Einrichtung für behinderte Kinder...
- HLS Kassel-Harleshausen: Standort am ehemaligen Schulgebäude, das später zur Feuerwache wurde. Der Schulhof einer neuen Schule grenzt unmittelbar an das Grundstück.
- HLS Gießen-Goetheschule: Standort Dach einer Grundschule...
- HLS Darmstedt-Mornewegstraße: Standort auf dem Schulhof einer Berufsschule...
- HLS Darmstadt-Verkehrsschulgarten: Standort auf einem Fahrrad-Parcours für Kinder...
Und so geht es munter weiter... Auf die Ängste und Trommelfelle der Kinder und Jugendlichen wurde bei den HLS-Aufstellungen keinerlei Rücksicht genommen. In Hannover standen drei oder vier Pintsch Bamags auf Schulgebäuden! Ebenso in München...