Typ: S3 Tiefton
Spannung: 220/380 V
Strom: 3/1,7 A
Leistung: 1 kW oder 1,36 PS
Höhe: 36 cm
Durchmesser des Rotors: 25 cm
Hersteller: verm. Elektror
Baujahr: vor 1945
Auf den Fotos machte die Sirene einen ziemlich gammeligen Eindruck. Außerdem fehlten die Anschlussabdeckung und der Maschendraht der Ansaugöffnung. Angeblich habe sie bis vor kurzem noch auf einem Dach in Ostdeutschland gestanden und fungierte früher als Feuerwehrsirene.


Den Transport hat sie dank der sicheren Verpackung unbeschadet überstanden.
Zunächst einmal habe ich die Sirene genau geprüft, denn der Verkäufer hatte mir ein Rückgaberecht gewährt. Der Rotor war total leichtgängig, demnach schien sie wirklich noch nicht so lange außer Dienst zu sein. Zudem habe ich die drei Wicklungen des Motors auf Durchgang gemessen (U-X, V-Y und W-Z) und die Isolation gegen Gehäuse geprüft. Nachdem dies in Ordnung war, entschloss ich mich, die Sirene zu behalten und herzurichten.
Hier ein paar äußere Eindrücke:

Der Fuß und Mittelteil sind aus Eisen, der Stator (nebst Deckel) und Rotor aus Leichtmetall gefertigt. Alles ist korrodiert, sogar das Alu hat einen kalkähnlichen weißen Belag. Im Originalzustand war der Rotor rot, die restlichen Gehäuseteile dunkelbraun lackiert. Später wurde die Sirene dann blau angepinselt. Deutlich zu erkennen sind zudem zwei Einfüllöffnungen für Schmierstoffe, die von Zeit zu Zeit auf die Kugellager gegeben werden mussten.

Der Maschendraht des Statordeckels ist komplett weggerostet. Die Reste sind dann wohl beim Betrieb herausgeblasen worden.

Die Verdrahtung am Klemmstein verrät eindeutig, dass es sich um einen Drehstrommotor handelt. Anhand der Kabelreste und Brücken kann man den Anschluss des Motors in Sternschaltung erkennen. Links sind die Klemmen U, V, W, rechts X, Y und Z.

Die Grundsubstanz des Rotors ist gesund, obwohl die Oberfläche arg mitgenommen aussieht.
































