Sirenensteuerung
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Sirenensteuerung
Wie funktioniert eine Sirenensteuerung eigentlich ???
- Der Matze
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Re: Sirenensteuerung
Das ist eine sehr allgemeine Frage. Wenn du es etwas genauer beschreiben könntest, was du meinst, wirst du sicherlich auch entsprechende Antworten bekommen.
MfG
Matze
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Matze
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Re: Sirenensteuerung
Sicher könnte die Forum Suche bei solchen Fragen auch helfen...
Re: Sirenensteuerung
Sehr allgemein:
Motorsirenen werden wegen der relativ hohen Ströme (meist 3-ph. Drehstrom) immer über ein Leistungsschütz angesteuert.
Das Schütz wiederum wird von einem Taktgeber angesteuert, der die gewünschte Alarmart (z.B. Feueralarm, Warnung der Bevölkerung, Entwarnung) nach einen vorab programmierten Muster abspielt. Alte Taktgeber sind dabei Elektromechanisch - vermutlich vergleichbar mit den "Waschprogrammen" älterer Waschmaschinen. Aktuelle Taktgeber sind natürlich elektronisch und ggf. sogar frei programmierbar.
Der Taktgeber muss dann natürlich wissen, wann er die Sirene auslösen soll, UND was er für ein Programm, sprich: welche Alarmierungsart er abspielen soll. Das geschieht heute fast immer ferngesteuert von einer Leitstelle aus über Funk. Beim herkömmlichen analogen System wird dazu eine Fünftonfolge gesendet, die sich im prinzip genau so anhört wie dieses Ruftongepiepe im Taxi. Dieses Gepiepe ist dabei wie ein Schlüssel, der ganz allgemein in der analogen Funktechnik dazu dient, selektiv nur bestimmte Geräte freizuschalten. So eine Fünftonfolge kann somit dazu dienen, ein bestimmtes Funkgerät eines Sendungsempfängers auf Empfang zu schalten (Damit nicht jeder "Taxifahrer" alles mithören muss), oder eben in diesem Fall eine bestimmte Sirene oder Sirenengruppe scharf zu schalten, die auf genau diese Fünftonadresse "hören".
Damit wäre die Sirene allerdings nur "scharf", aber sie löst noch nicht aus. Es reicht ihr nämlich noch nicht wenn sie weis, dass sie mit dem Alarm angesprochen ist. Zusätzlich muss die Sirene natürlich auch noch wissen, WELCHEN Alarm sie abspielen soll, denn das gibt die Fünftonfolge noch nicht her. Um ihr die Alarmart mit zu teilen, wird im Anschluss an die Fünftonfolge sofort noch für wenige Sekunden ein sogenannter Doppelton ausgesendet. Das ist ein Ton, der aus zwei sich überlagernden Frequenzen besteht, und die Kombination dieser beiden Frequenzen entscheidet dann, ob nun "Feueralarm" oder "Warnung der Bevölkerung" oder was auch immer ausgelöst wird. Erst wenn die Sirene diesen Doppelton empfangen hat, läuft sie mit dem entsprechenden Alarm an.
Das war nun eine grobe Beschreibung der heute meist üblichen Sirenensteuerung bei MOTORSIRENEN über analogen Funk. Bei Digitalfunk dürfte es im Prinzip ähnlich funktionieren, nur dass die Fünftonfolge + Doppelton ersetzt wird durch ein anderes Adressierungs-System mit digitaler Übertragungsart.
Motorsirenen werden heute allerdings oft ersetzt durch elektronische Sirenen, die nichts anderes sind als grosse Hochleistungslautsprecher. Der Ton wird hier nicht mehr durch einen sich drehenden Rotor erzeugt, sondern durch einen Frequenzgenerator, der wiederum die Lautsprecher ansteuert. Da gibt es dann natürlich auch das dicke Leistungsschütz wie bei der Motorsirene nicht mehr.
Ich hoffe, das war jetzt für's Erste einigermassen verständlich erklärt, und die Sirenenprofis drehen mir für meine laienhaften Erklärungen jetzt nicht den Hals rum *grins*...
Thomas
Motorsirenen werden wegen der relativ hohen Ströme (meist 3-ph. Drehstrom) immer über ein Leistungsschütz angesteuert.
Das Schütz wiederum wird von einem Taktgeber angesteuert, der die gewünschte Alarmart (z.B. Feueralarm, Warnung der Bevölkerung, Entwarnung) nach einen vorab programmierten Muster abspielt. Alte Taktgeber sind dabei Elektromechanisch - vermutlich vergleichbar mit den "Waschprogrammen" älterer Waschmaschinen. Aktuelle Taktgeber sind natürlich elektronisch und ggf. sogar frei programmierbar.
Der Taktgeber muss dann natürlich wissen, wann er die Sirene auslösen soll, UND was er für ein Programm, sprich: welche Alarmierungsart er abspielen soll. Das geschieht heute fast immer ferngesteuert von einer Leitstelle aus über Funk. Beim herkömmlichen analogen System wird dazu eine Fünftonfolge gesendet, die sich im prinzip genau so anhört wie dieses Ruftongepiepe im Taxi. Dieses Gepiepe ist dabei wie ein Schlüssel, der ganz allgemein in der analogen Funktechnik dazu dient, selektiv nur bestimmte Geräte freizuschalten. So eine Fünftonfolge kann somit dazu dienen, ein bestimmtes Funkgerät eines Sendungsempfängers auf Empfang zu schalten (Damit nicht jeder "Taxifahrer" alles mithören muss), oder eben in diesem Fall eine bestimmte Sirene oder Sirenengruppe scharf zu schalten, die auf genau diese Fünftonadresse "hören".
Damit wäre die Sirene allerdings nur "scharf", aber sie löst noch nicht aus. Es reicht ihr nämlich noch nicht wenn sie weis, dass sie mit dem Alarm angesprochen ist. Zusätzlich muss die Sirene natürlich auch noch wissen, WELCHEN Alarm sie abspielen soll, denn das gibt die Fünftonfolge noch nicht her. Um ihr die Alarmart mit zu teilen, wird im Anschluss an die Fünftonfolge sofort noch für wenige Sekunden ein sogenannter Doppelton ausgesendet. Das ist ein Ton, der aus zwei sich überlagernden Frequenzen besteht, und die Kombination dieser beiden Frequenzen entscheidet dann, ob nun "Feueralarm" oder "Warnung der Bevölkerung" oder was auch immer ausgelöst wird. Erst wenn die Sirene diesen Doppelton empfangen hat, läuft sie mit dem entsprechenden Alarm an.
Das war nun eine grobe Beschreibung der heute meist üblichen Sirenensteuerung bei MOTORSIRENEN über analogen Funk. Bei Digitalfunk dürfte es im Prinzip ähnlich funktionieren, nur dass die Fünftonfolge + Doppelton ersetzt wird durch ein anderes Adressierungs-System mit digitaler Übertragungsart.
Motorsirenen werden heute allerdings oft ersetzt durch elektronische Sirenen, die nichts anderes sind als grosse Hochleistungslautsprecher. Der Ton wird hier nicht mehr durch einen sich drehenden Rotor erzeugt, sondern durch einen Frequenzgenerator, der wiederum die Lautsprecher ansteuert. Da gibt es dann natürlich auch das dicke Leistungsschütz wie bei der Motorsirene nicht mehr.
Ich hoffe, das war jetzt für's Erste einigermassen verständlich erklärt, und die Sirenenprofis drehen mir für meine laienhaften Erklärungen jetzt nicht den Hals rum *grins*...
Thomas
- Fahrradklingel
- Sirenenexperte
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Re: Sirenensteuerung
Wobei mich selbst an dieser Stelle mal interessieren würde, wie das bei den elektronischen ist - Frage an die Experten:
Sind Funkschaltempfänger und Programmsteuerung da eine feste Einheit, d.h. die Elektronik bekommt das Programm vorgegeben, oder ist die Elektronik so gestaltet, dass sie auf ein Taktsignal reagiert und somit rein theoretisch von einem uralten Empfänger angesteuert werden könnte (wenn man mal Spannung etc. beiseite lässt)?
Sind Funkschaltempfänger und Programmsteuerung da eine feste Einheit, d.h. die Elektronik bekommt das Programm vorgegeben, oder ist die Elektronik so gestaltet, dass sie auf ein Taktsignal reagiert und somit rein theoretisch von einem uralten Empfänger angesteuert werden könnte (wenn man mal Spannung etc. beiseite lässt)?
- ABBA 4 EVER
- Neuling
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Re: Sirenensteuerung
wie sehen sirenensteuerungskasten aus (Das meinte ich eigentl.vorher SORRY)
Re: Sirenensteuerung
So zumindest bei älteren E57 Anlagen.
Re: Sirenensteuerung
Nur wenn Du weist, was du willst, dann werden sie schnell geholfen... *g*ABBA 4 EVER hat geschrieben:wie sehen sirenensteuerungskasten aus (Das meinte ich eigentl.vorher SORRY)
Na - jetzt weist Du ja immerhin wie es "aussieht", auch wenn Dich die Funktion offenbar nicht interessiert... *pfffff*
Re: Sirenensteuerung
Oder ein Foto im inneren des Dorfgemeinschaftshaus. viewtopic.php?f=4&t=2296&p=22779&hilit=Nohen#p22779
Re: Sirenensteuerung
Unsere Anlagen (ECI/ ECN) haben eine eigene Programmsteuerung. Die normalen 4 Alarme sind vordefiniert und können, je nach Kundenwunsch, erweitert werden. Bei industriellen Kunden werden die Ansteuerungen z. B. über ein 4DA von einer Leitwarte zur Sirene vorgenommen. Je nachdem, welcher Knopf gedrückt wird, wird der entsprechende Eingang angesteuert und der hinterlegte Alarm ausgelöst.Fahrradklingel hat geschrieben:Wobei mich selbst an dieser Stelle mal interessieren würde, wie das bei den elektronischen ist - Frage an die Experten:
Sind Funkschaltempfänger und Programmsteuerung da eine feste Einheit, d.h. die Elektronik bekommt das Programm vorgegeben, oder ist die Elektronik so gestaltet, dass sie auf ein Taktsignal reagiert und somit rein theoretisch von einem uralten Empfänger angesteuert werden könnte (wenn man mal Spannung etc. beiseite lässt)?
Somit könnte man auch mit einem "uralten" Empfänger jeden Alarm auslösen. Da die alten FSEs allerdings in der Regel nur einen DT auswerten konnten und auch nur ein Relais haben, muss man sich für ein Alarm entscheiden!
Es kommt nur darauf an, auf welchen Eingang man ihn anschließt.
Da die Alarmfolge allerdings in der Regel vom FSE (DSE) bestimmt wird, wird der Empfänger auf einen zeitgesteuerten Eingang gelegt. Der FSE entscheidet also, welcher Alarm abläuft!