Petition zur Warnung per Sirene
Petition zur Warnung per Sirene
In der Vergangenheit wurden gelegentlich Petitionen an den deutschen Bundestag geschrieben, die den Bund auffordern die Warnung der Bevölkerung zu reaktivieren. Stets hat es mich "gestört" dass nie die Warnung per Sirene (Weckeffekt) eindeutig genannt wurde. Laut dem Antwortschreiben einer vergangenen Petition (03/2010) hat der Bund das Fehlen des Weckeffektes erkannt. Dennoch erprobt er lieber andere Methoden (Rauchwarnmelder, Autohupen, Mobiltelefone, etc.) als sich auf ein erprobtes System als Grundwarnung zu stützen.
Ich habe mich nun entschlossen eine Petition zu schreiben, die den Bund auffordert die Grundwarnung per Sirene zu reaktivieren. Der Petitionsausschuss hat diese aktuell zur Prüfung. Sobald sie freigeschalten wird (was ich mal hoffe) werde ich entsprechend verlinken. Ich hoffe ihr unterstützt mich dabei bzw. diskutiert schön mit :)
Ich habe mich nun entschlossen eine Petition zu schreiben, die den Bund auffordert die Grundwarnung per Sirene zu reaktivieren. Der Petitionsausschuss hat diese aktuell zur Prüfung. Sobald sie freigeschalten wird (was ich mal hoffe) werde ich entsprechend verlinken. Ich hoffe ihr unterstützt mich dabei bzw. diskutiert schön mit :)
"Sirenen sind durch nichts zu ersetzen, ausser durch bessere Sirenen..." (Cimolino - 2012)
Elektror L1137/1237, FWE Sonnenburg MS 200 MPS 4
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Re: Petition zur Warnung per Sirene
Also ich bin wie gewohnt dabei! Auf ein komplettes Sirenennetz in deutschland!
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Re: Petition zur Warnung per Sirene
Sowas würde ich sofort unterschreiben :)
DS977 - eine gute Erfindung :-)
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Re: Petition zur Warnung per Sirene
Bin dabei und bestimmt auch ein Großteil meiner Wehr.....
Re: Petition zur Warnung per Sirene
Hi Leute!
Ich war im Februar auf einem Kongress zum Thema Warnung der Bevölkerung, bei dem auch der Stellv. Präsident des BBK anwesend war. Erst nach diesem Kongress war zumindest mir klar, wie die Sache "Warnung" auf Bundesebene gesehen wird. Das führte zur Erkenntniss, dass man - wie ich bisher auch - nicht einfach pauschal behaupten kann, "der Bund kümmert sich nicht" und "es kann einzig und alleine nur ein Sirenenwarnnetz geben, und das bundesweit". Ich unterstelle Euch auch einfach mal, dass ihr genauso Scheuklappen auf habt wie ich sie hatte und außer von "Hörensagen" und aus mageren Presseberichten, keinen tieferen Einblick in das Thema habt.
Deswegen erstmal der Ratschlag, sich vorher mal intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, bevor irgendwelche Parolen ausgegeben werden. Das ist jetzt nichtmal böse gemeint, aber wer einfach nur brüllt "ich will ein Sirenennetz", der ist nicht besser als alle anderen, die sowas brüllen, ohne da auch mal tiefer drauf eingegangen zu sein. "Ich will aber" ist halt leider keine Grundlage, irgendwas zu bekommen.
Desweiteren einfach mal die Infos an euch, die ich auch bekommen habe:
Dem Bund ist mehr als bewusst, dass eine Warnung der Bevölkerung in Deutschland mangelhaft ist. Weiterhin ist allen klar, dass bei Warnung über z.B. Radio der Weckeffekt fehlt, dieser aber dringend erforderlich ist. Es ist KEINE Aussage des Bundes, dass eine Warnung durch Radio ausreichen würde. Es werden massiv Gelder und Resourcen investiert, an der Warnung der Bevölkerung zu arbeiten. Das aber kann und muss aber alle Möglichkeiten, die sich heute bieten, berücksichtigen. Damit ist aber auch gemeint, dass erstmal eine Lage, vor der gewarnt werden muss, erkannt wird. Und mit Luftraumbeobachtung, so wie im Kalten Krieg, ist das heute im Zeitalter von Cyberterror nicht getan. Die zu vernetzenden System zur Erkennung einer Warnlage sind daher sehr umfangreich. Genauso umfangreich sind die Systeme, die die Warnung an die Bevölkerung bringen. Auch Facebook ist heute ein Kommunikationsmittel, welches man betrachten muss!! Ob Autohupen jetzt wirklich ernstzunehmen sind, sei mal dahingestellt. Aber man muss halt alles mal kritisch betrachten, genauso wie man von der Position runterkommen muss, dass eben Sirenen das einzig Wahre Mittel sein kann. Im Endeffekt, und darauf müssen wir uns alle einstellen, wird Warnung heute kein monolithisches System mehr sein, so wie damals, sondern eine Fülle von Einzelkomponenten zu einem großen Ganzen verbinden. Da spielen Rauchmelder, Radio, Facebook, Sirenen, etc. alle eine gleichberechtigte Rolle, damit unterschiedliche Zielgruppen mit ganz unterschiedlichen Anforderungen gewarnt werden können.
Jetzt ist das aber so - und das ist halt mal Fakt - dass die zivile Warnung der Bevölkerung (nicht im Verteidigungsfall) gar nicht Aufgabe des Bundes ist, sondern der Länder. Jetzt kann man natürlich beim Bund fordern was man will, aber per Gesetz ist das eben so. Das ist halt der Nachteil/Vorteil, von unserem Föderalismus, in dem die Länder eigenständig agieren können.
Nicht umsonst ist auch die Einführung des BOS-Digitalfunk so eine heftige Nummer, weil der Bund da nur agieren kann, wenn alle 16 Bundesländer einer Meinung sind. Man kann fast behaupten, dass der BOS-Digitalfunk keine Bundessache ist, sondern ein Gemeinschaftsprojekt aller 16 Bundesländer. Man könnte also ein bundesweites Sirenennetz höchsten als Gemeinschaftsprojekt aller Bundesländer fordern.
Vom Prinzip her macht das ja gar keinen Unterschied, wer jetzt dafür verantwortlich ist. Fakt ist nur, irgendeiner muss es machen. Wenn man sich also beschweren will, dann doch eher bei den Ländern und in dessen Auftrag ja bei den Landkreisen. Da sieht es aber schon wieder so aus, dass viele Städte und Landkreise ja Sirenen unterhalten. Also von daher ist hier ja doch für eine Warnung der Bevölkerung gesorgt. Zumindest technisch.
Jetzt hat ja der Bund vor Jahren SatWaS ins Leben gerufen, um im Warnfall die angeschlossenen Rundfunkanstalten zu informieren. SatWaS war aber nur der erste Schritt in die richtige Richtung. Mittlerweile gibt es den Nachfolger MoWaS (http://www.bbk.bund.de/DE/TopThema/TT_2 ... ahren.html), der halt der logische nächste Schritt ist. Hier werden nun modular Möglichkeiten geboten, Warnung "zu verteilen". Der Bund bedient mit seinem MoWaS-System also die Infrasrtruktur bis hin zur letzten Meile. Für die letzte Meile selbst, sind wieder die Länder zuständig. Und die können hier jetzt wieder auf ihre Sirenen zugreifen, aber auch Rauchwarnmelder anschließen, SMS schicken, was auch immer. Da ist jetzt jeder gefragt, entsprechende "Endgeräte" zu entwickeln. Und wenn es zusätzlich zu allen anderen Mitteln auch noch Autohupen gibt, dann gibt es sie halt. Jede Möglichkeit mehr für einen Weckeffekt bzw. Warneffekt macht doch das System besser.
Wir können also festhalten: Der Bund hat mit MoWaS ein BUNDSWEITES System geschaffen, das auf der einen Seite mit Daten gefüttert werden kann, wo und wann eine Warnung notwendig ist, auf der anderen Seite stellt es beliebigen Endgeräten eine Schnittstelle zur Verfügung, die Warnung tatsächlich auszuführen. Bundesweite Warnung ist also vorhanden.
Weiterhin können wir festhalten: Ein einheitliches Sirenensystem wird es in dieser Form nicht mehr geben, weil zum einen Technik und Gesellschaft heute ganz anders sozial verknüpft sind wie damals und der Bund dafür einfach nicht der passende Ansprechpartner ist.
ABER: Eine Warnung über Sirenen wird es weiter geben, wenn Landkreise und Städte eben ein Sirenennetz aufbauen (tun sie ja bereits) und dieses an MoWaS anschließen. Im Endeffekt gibt es also gar keinen Grund, sich zu beschweren, wenn man das alles mal verstanden hat.
Ich will euch nicht von eurer Petition abhalten, aber vielleicht versteht ihr jetzt das Grundproblem etwas besser.
Gruß Joachim
Ich war im Februar auf einem Kongress zum Thema Warnung der Bevölkerung, bei dem auch der Stellv. Präsident des BBK anwesend war. Erst nach diesem Kongress war zumindest mir klar, wie die Sache "Warnung" auf Bundesebene gesehen wird. Das führte zur Erkenntniss, dass man - wie ich bisher auch - nicht einfach pauschal behaupten kann, "der Bund kümmert sich nicht" und "es kann einzig und alleine nur ein Sirenenwarnnetz geben, und das bundesweit". Ich unterstelle Euch auch einfach mal, dass ihr genauso Scheuklappen auf habt wie ich sie hatte und außer von "Hörensagen" und aus mageren Presseberichten, keinen tieferen Einblick in das Thema habt.
Deswegen erstmal der Ratschlag, sich vorher mal intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, bevor irgendwelche Parolen ausgegeben werden. Das ist jetzt nichtmal böse gemeint, aber wer einfach nur brüllt "ich will ein Sirenennetz", der ist nicht besser als alle anderen, die sowas brüllen, ohne da auch mal tiefer drauf eingegangen zu sein. "Ich will aber" ist halt leider keine Grundlage, irgendwas zu bekommen.
Desweiteren einfach mal die Infos an euch, die ich auch bekommen habe:
Dem Bund ist mehr als bewusst, dass eine Warnung der Bevölkerung in Deutschland mangelhaft ist. Weiterhin ist allen klar, dass bei Warnung über z.B. Radio der Weckeffekt fehlt, dieser aber dringend erforderlich ist. Es ist KEINE Aussage des Bundes, dass eine Warnung durch Radio ausreichen würde. Es werden massiv Gelder und Resourcen investiert, an der Warnung der Bevölkerung zu arbeiten. Das aber kann und muss aber alle Möglichkeiten, die sich heute bieten, berücksichtigen. Damit ist aber auch gemeint, dass erstmal eine Lage, vor der gewarnt werden muss, erkannt wird. Und mit Luftraumbeobachtung, so wie im Kalten Krieg, ist das heute im Zeitalter von Cyberterror nicht getan. Die zu vernetzenden System zur Erkennung einer Warnlage sind daher sehr umfangreich. Genauso umfangreich sind die Systeme, die die Warnung an die Bevölkerung bringen. Auch Facebook ist heute ein Kommunikationsmittel, welches man betrachten muss!! Ob Autohupen jetzt wirklich ernstzunehmen sind, sei mal dahingestellt. Aber man muss halt alles mal kritisch betrachten, genauso wie man von der Position runterkommen muss, dass eben Sirenen das einzig Wahre Mittel sein kann. Im Endeffekt, und darauf müssen wir uns alle einstellen, wird Warnung heute kein monolithisches System mehr sein, so wie damals, sondern eine Fülle von Einzelkomponenten zu einem großen Ganzen verbinden. Da spielen Rauchmelder, Radio, Facebook, Sirenen, etc. alle eine gleichberechtigte Rolle, damit unterschiedliche Zielgruppen mit ganz unterschiedlichen Anforderungen gewarnt werden können.
Jetzt ist das aber so - und das ist halt mal Fakt - dass die zivile Warnung der Bevölkerung (nicht im Verteidigungsfall) gar nicht Aufgabe des Bundes ist, sondern der Länder. Jetzt kann man natürlich beim Bund fordern was man will, aber per Gesetz ist das eben so. Das ist halt der Nachteil/Vorteil, von unserem Föderalismus, in dem die Länder eigenständig agieren können.
Nicht umsonst ist auch die Einführung des BOS-Digitalfunk so eine heftige Nummer, weil der Bund da nur agieren kann, wenn alle 16 Bundesländer einer Meinung sind. Man kann fast behaupten, dass der BOS-Digitalfunk keine Bundessache ist, sondern ein Gemeinschaftsprojekt aller 16 Bundesländer. Man könnte also ein bundesweites Sirenennetz höchsten als Gemeinschaftsprojekt aller Bundesländer fordern.
Vom Prinzip her macht das ja gar keinen Unterschied, wer jetzt dafür verantwortlich ist. Fakt ist nur, irgendeiner muss es machen. Wenn man sich also beschweren will, dann doch eher bei den Ländern und in dessen Auftrag ja bei den Landkreisen. Da sieht es aber schon wieder so aus, dass viele Städte und Landkreise ja Sirenen unterhalten. Also von daher ist hier ja doch für eine Warnung der Bevölkerung gesorgt. Zumindest technisch.
Jetzt hat ja der Bund vor Jahren SatWaS ins Leben gerufen, um im Warnfall die angeschlossenen Rundfunkanstalten zu informieren. SatWaS war aber nur der erste Schritt in die richtige Richtung. Mittlerweile gibt es den Nachfolger MoWaS (http://www.bbk.bund.de/DE/TopThema/TT_2 ... ahren.html), der halt der logische nächste Schritt ist. Hier werden nun modular Möglichkeiten geboten, Warnung "zu verteilen". Der Bund bedient mit seinem MoWaS-System also die Infrasrtruktur bis hin zur letzten Meile. Für die letzte Meile selbst, sind wieder die Länder zuständig. Und die können hier jetzt wieder auf ihre Sirenen zugreifen, aber auch Rauchwarnmelder anschließen, SMS schicken, was auch immer. Da ist jetzt jeder gefragt, entsprechende "Endgeräte" zu entwickeln. Und wenn es zusätzlich zu allen anderen Mitteln auch noch Autohupen gibt, dann gibt es sie halt. Jede Möglichkeit mehr für einen Weckeffekt bzw. Warneffekt macht doch das System besser.
Wir können also festhalten: Der Bund hat mit MoWaS ein BUNDSWEITES System geschaffen, das auf der einen Seite mit Daten gefüttert werden kann, wo und wann eine Warnung notwendig ist, auf der anderen Seite stellt es beliebigen Endgeräten eine Schnittstelle zur Verfügung, die Warnung tatsächlich auszuführen. Bundesweite Warnung ist also vorhanden.
Weiterhin können wir festhalten: Ein einheitliches Sirenensystem wird es in dieser Form nicht mehr geben, weil zum einen Technik und Gesellschaft heute ganz anders sozial verknüpft sind wie damals und der Bund dafür einfach nicht der passende Ansprechpartner ist.
ABER: Eine Warnung über Sirenen wird es weiter geben, wenn Landkreise und Städte eben ein Sirenennetz aufbauen (tun sie ja bereits) und dieses an MoWaS anschließen. Im Endeffekt gibt es also gar keinen Grund, sich zu beschweren, wenn man das alles mal verstanden hat.
Ich will euch nicht von eurer Petition abhalten, aber vielleicht versteht ihr jetzt das Grundproblem etwas besser.
Gruß Joachim
Re: Petition zur Warnung per Sirene
Hi MiThoTyN und alle anderen,
die dir zur Verfügung stehenden Infos sind mir durchaus bekannt, ebenso dass der Bund diesen Magel seit längerem erkannt hat. Das ist der erste Weg zur Besserung. In meiner Petition geht es einzigst darum eine Grundwarnung per Sirene zu erstellen. Wer das Zahl und Ausbaut ist mir dabei ziemlich egal, wobei es einheitlich vom Bund m. E. die einfachste Lösung ist ("alles aus einer Hand"). Das soll nicht heißen dass der Bund ein Sirenennetz aufbaut und alleine betreut. Ist ja selbst beim Digitalfunk nicht so.
Rauchmelder, Autohupen, SMS und sonstige Möglichkeiten können natürlich zusätzlich das System verbessern. Warum die Sirene als Grundsystem der Warnung am besten geeignet ist sollte dir aus den Puplikationen des BBK und weiteren Quellen bekannt sein. Verfolgt man ein wenig die Ideen und Vorschläge in Sachen "Warnung der Bevölkerung" geht vieles zu Systemen die der Bürger selbst verwalten und zahlen muss. Ebenso Systeme die leicht zu verfälschen sind. Das Medium Internet ist prima zum verbreiten von Nachrichten. Genauso schnell sind sie aber auch verschwunden bzw. durch andere Nachrichten "überdeckt". Das man nicht allen Informationen trauen kann sollte jedem bekannt sein...
Das es großer "Schmarrn" ist jedem Land seinen eigenen Kuchen backen zu lassen ist eigentlich auch klar. Was nutzt es wenn in Hamburg per SMS gewarnt wird, in Hessen mit Rauchmeldern und in Bayern mit Autohupen? Das sieht man an einigen Punkten die Ländersache sind.
Wenn man sich die Empfehlungen von verschiedenen Instituten, Landesverbänden, etc. ansieht weiß man auch wieviel Input diese zum Thema Bevölkerungswarnung erhalten haben.
Das die Petition nicht den sofortigen Sirenenausbau in ganz Deutschland nach sich zieht ist eigentlich klar. Es soll dem Bund einen ganz kleinen Ruck geben, sich nicht nur auf irgendwelche modernen Instrumente zu konzentrieren.
die dir zur Verfügung stehenden Infos sind mir durchaus bekannt, ebenso dass der Bund diesen Magel seit längerem erkannt hat. Das ist der erste Weg zur Besserung. In meiner Petition geht es einzigst darum eine Grundwarnung per Sirene zu erstellen. Wer das Zahl und Ausbaut ist mir dabei ziemlich egal, wobei es einheitlich vom Bund m. E. die einfachste Lösung ist ("alles aus einer Hand"). Das soll nicht heißen dass der Bund ein Sirenennetz aufbaut und alleine betreut. Ist ja selbst beim Digitalfunk nicht so.
Rauchmelder, Autohupen, SMS und sonstige Möglichkeiten können natürlich zusätzlich das System verbessern. Warum die Sirene als Grundsystem der Warnung am besten geeignet ist sollte dir aus den Puplikationen des BBK und weiteren Quellen bekannt sein. Verfolgt man ein wenig die Ideen und Vorschläge in Sachen "Warnung der Bevölkerung" geht vieles zu Systemen die der Bürger selbst verwalten und zahlen muss. Ebenso Systeme die leicht zu verfälschen sind. Das Medium Internet ist prima zum verbreiten von Nachrichten. Genauso schnell sind sie aber auch verschwunden bzw. durch andere Nachrichten "überdeckt". Das man nicht allen Informationen trauen kann sollte jedem bekannt sein...
Das es großer "Schmarrn" ist jedem Land seinen eigenen Kuchen backen zu lassen ist eigentlich auch klar. Was nutzt es wenn in Hamburg per SMS gewarnt wird, in Hessen mit Rauchmeldern und in Bayern mit Autohupen? Das sieht man an einigen Punkten die Ländersache sind.
Wenn man sich die Empfehlungen von verschiedenen Instituten, Landesverbänden, etc. ansieht weiß man auch wieviel Input diese zum Thema Bevölkerungswarnung erhalten haben.
Das die Petition nicht den sofortigen Sirenenausbau in ganz Deutschland nach sich zieht ist eigentlich klar. Es soll dem Bund einen ganz kleinen Ruck geben, sich nicht nur auf irgendwelche modernen Instrumente zu konzentrieren.
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Re: Petition zur Warnung per Sirene
Ich weiß, ich gerate damit Offtopic und sollte gerade in meiner Position dies vermeiden, aber ein innerer Drang kommt in mir hervor und es geht nicht anders:
Klasse, wir haben am Ende der Alarmkette nach MoWaS eine hohe Diversität. Nebst der Tatsache das Diversität eine Redundanz zu Grunde legt haben wir, die ja zum Teil nicht nur an Sirenen, sondern auch im elektronischem Bereich "arbeiten", die Möglichkeit in vielleicht garnichtmal allzu ferner Zukunft eigene "Fernwirkgeräte" für unsere Sirenen zu basteln. Einfachste Grundlage wäre ja solch ein Rauchmelder mit DCF77 Empfänger. Ich bin gespannt.
P.S. Wenn man bedenkt, wie lange es angeblich gebraucht haben soll, bis ein Warnamt alle entsprechenden Leitungen auf Sirenenbetrieb umzuschalten bis zur eigentlichen Auslösung, so ist bei den aktuellen Systemen ja wohl mehr als ein deutlicher Fortschritt verzeichbar (der ein oder andere erinnere sich hierbei bitte an den Vortrag von Herrn Lipski)!
Klasse, wir haben am Ende der Alarmkette nach MoWaS eine hohe Diversität. Nebst der Tatsache das Diversität eine Redundanz zu Grunde legt haben wir, die ja zum Teil nicht nur an Sirenen, sondern auch im elektronischem Bereich "arbeiten", die Möglichkeit in vielleicht garnichtmal allzu ferner Zukunft eigene "Fernwirkgeräte" für unsere Sirenen zu basteln. Einfachste Grundlage wäre ja solch ein Rauchmelder mit DCF77 Empfänger. Ich bin gespannt.
P.S. Wenn man bedenkt, wie lange es angeblich gebraucht haben soll, bis ein Warnamt alle entsprechenden Leitungen auf Sirenenbetrieb umzuschalten bis zur eigentlichen Auslösung, so ist bei den aktuellen Systemen ja wohl mehr als ein deutlicher Fortschritt verzeichbar (der ein oder andere erinnere sich hierbei bitte an den Vortrag von Herrn Lipski)!
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Re: Petition zur Warnung per Sirene
Joachim das ganze zieht m.E. nicht. Zitat von Gernot Hassknecht aus der ZDF Heute show: >>"Wenn eine Regierung eine Wichtige angelegenheit 16 Bundesländern überlässt, wie bescheuert ist diese Regierung dann? Na? NAA? Total bescheuert!" Zitat ende.
Und ganz ehrlich wenn der Bund sagt: "Ja wir ham damit nix mehr am Hut" dann frag ich mich wie das mit den Warnämtern war als die aufgebaut wurden. Da hat niemand lang drumrumgeredet. Warnämter wurden aufgebaut, sirenen produziert und aufgebaut und die Sache lief! zwar nicht von heut auf morgen aber es war so und für mich ist das nur abspeiserei was der Bund da schwafelt. Ich würd gern wissen wie ich gewarnt werden soll, wenn das Chemiewerk hochgeht was gut 14km von mir weg ist und eine Giftgaswolke in meine Richtung zieht.
Und ganz ehrlich wenn der Bund sagt: "Ja wir ham damit nix mehr am Hut" dann frag ich mich wie das mit den Warnämtern war als die aufgebaut wurden. Da hat niemand lang drumrumgeredet. Warnämter wurden aufgebaut, sirenen produziert und aufgebaut und die Sache lief! zwar nicht von heut auf morgen aber es war so und für mich ist das nur abspeiserei was der Bund da schwafelt. Ich würd gern wissen wie ich gewarnt werden soll, wenn das Chemiewerk hochgeht was gut 14km von mir weg ist und eine Giftgaswolke in meine Richtung zieht.
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Re: Petition zur Warnung per Sirene
Der Herr Lipski ist mir zwar bekannt aber der Vortrag war anscheinend vor meiner Forum Zeit. Hättest du einen Link dazu oder wo kann ich den nachlesen?Niklas hat geschrieben: P.S. Wenn man bedenkt, wie lange es angeblich gebraucht haben soll, bis ein Warnamt alle entsprechenden Leitungen auf Sirenenbetrieb umzuschalten bis zur eigentlichen Auslösung, so ist bei den aktuellen Systemen ja wohl mehr als ein deutlicher Fortschritt verzeichbar (der ein oder andere erinnere sich hierbei bitte an den Vortrag von Herrn Lipski)!
Ansonsten stimme ich euch zu das all diese Aspekte bekannt sind. Aber auch ich bin der Meinung es muß EIN einheitliches System sein (egal welches Gerät dafür genutzt wird) damit die Bevölkerungs sich wieder an ein einheitliches Warnsystem gewöhnen kann.
Auch denke ich das Sirenen das effektivste Mittel für diesen Zweck sind und bleiben, was nicht heißt das man nicht zusätzlich z.B. Info sms einsetzen kann.
Unnötig zu erwähnen das auch eine breit angelegte Aufklärung über Sinn und Zweck des neu zu schaffenden Warnnetzes dazugehört. Mit allen bewährten Infoträgern aus der WD Zeit (Telefonbuch usw.) aber auch in großem Umfang mit modernen Medien wie dem Internet.
Re: Petition zur Warnung per Sirene
@Sirenator
Bleib doch mal bitte objektiv. Dass wir einen Föderalismus haben ist nun mal so. Das wird sich innerhalb der nächsten Jahre auch nicht ändern. Nicht wegen der Warnung der Bevölkerung und schon mal gar nicht, weil irgend ein schlauer Mensch im TV doll klingende Reden schwafeln kann.
Auch zieht das Argument "ist nicht unsere Aufgabe" ganz gut, weil es eben gesetzlich so geregelt ist. Wenn dir einer sagen würde, du müsstest eine Sirene in deiner Stadt aufbauen und bezahlen, würdest du auch sagen "ist nicht meine Aufgabe". In dieser komfortablen Situation ist der Bund auch. Immerhin geht es hier um Millionen von Euro. Da kann man nicht mal eben sagen "na gut, nicht meine Aufgabe, aber ich mach das trotzdem". Stell dir mal die Reaktionen der Bürger vor, die Sirenen eh nicht ausstehen können, wenn der Bund Millionen neue Schulden macht deswegen. Da brauchen wir glaub ich nicht darüber diskutieren.
Dass das nach dem WW2, mittem im Kalten Krieg eine ganze andere Situation war und Warndienst, Warnämter und Sirenen auf Grund einer TATÄCHLICH vorhandenen atomaren Bedrohung installiert wurden, ist mit heute nicht zu vergleichen. Damals war das auch Bundesaufgabe. Die Gesetzesänderung, dass das jetzt Landesaufgabe ist, kam erst mit Auflösung des Warndienstes, anfang der 90er Jahre. Informier dich hier mal drüber. So ein Gesetz lässt sich halt mal nicht so einfach zurücknehmen, schon mal gar nicht, wenn es keinen Grund dafür gibt. Denn aus Sicht von Bund/Land klappt die Warnung ganz gut bzw. es wird daran gearbeitet. Man hat ja doch erkannt, dass man was tun muss, also lasst die Leute halt mal arbeiten.
Und eine Giftgaswolke aus dem 14km entfernten Chemiewerk ist sowieso keine Bundesaufgabe. Wenn, dann eben in erster Linie von der unteren KatS-Behörde oder dem Bundesland. Auch ist gesetzlich bei Störfallbetrieben die Warnung sowieso eine ganz andere. Informier dich darüber mal.
Und zu guter letzt, stell den Bund nicht so dar, als ob er gar nichts machen würde. Du ignorierst völlig das, was ich oben erläutert hab.
@ECN
Der Vortrag von Herrn Lipski war "live" beim Forentreffen 2005 in Hamburg. Herr Lipski betreibt das Warnamtmuseum in Quickborn. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle!!
Dass Sirenen das effektivste Warnmittel sind, wurde wissenschaftlich widerlegt. Ich bin zwar grundsätzlich deiner Meinung und wünsche mir Sirenen auch zurück, aber dem steht ja gar nichts im Wege. Ich sag ja nur, und das wird definitiv so sein, dass es neben den Sirenen auch Rauchmelder etc. geben wird. Das Thema Aufklärung ist sowieso ausgesprochen wichtig, egal welches Endgerät zur Warnung genutzt wird.
Wenn du überlegst, wie viele Leute heute die Sirenen ignorieren bzw. sie als "altmodisch" und mit Krieg in Verbindung bringen, dann ist das genau eins dieser sozialen Probleme, die ich oben angesprochen hab. Um "moderne" Bürger zu erreichen und tatsächlich deren Aufmerksamkeit zu erregen, reicht es nicht mehr nur "Lärm" zu machen. Du musst die Bürger gezielt und möglichst persönlich ansprechen.
Stell dir mal vor ein x-beliebiger läuft in DA durch die Innenstadt und plötzlich heulen die Sirenen. Reaktion: Ignoranz. Nun stell dir vor, derjenige bekommt eine SMS auf sein Handy mit dem Text "Katastrophenalarm, bitte schalten Sie Ihr Radio ein und warten auf weitere Anweisungen." Was meinst du, was von den Leuten eher aufgenommen wird? Also warum dann teure Sirenen aufbauen, wenn man SMS quasi "kostenlos" an alle verschicken kann? (Ist natürlich bewusst provokativ formuliert)
Sirenen sind eben nur ein Stück Technik. "Warnung der Bevölkerung" ist aber sehr sehr viel mehr, als nur ein technischer Aspekt.
Gruß Joachim
Bleib doch mal bitte objektiv. Dass wir einen Föderalismus haben ist nun mal so. Das wird sich innerhalb der nächsten Jahre auch nicht ändern. Nicht wegen der Warnung der Bevölkerung und schon mal gar nicht, weil irgend ein schlauer Mensch im TV doll klingende Reden schwafeln kann.
Auch zieht das Argument "ist nicht unsere Aufgabe" ganz gut, weil es eben gesetzlich so geregelt ist. Wenn dir einer sagen würde, du müsstest eine Sirene in deiner Stadt aufbauen und bezahlen, würdest du auch sagen "ist nicht meine Aufgabe". In dieser komfortablen Situation ist der Bund auch. Immerhin geht es hier um Millionen von Euro. Da kann man nicht mal eben sagen "na gut, nicht meine Aufgabe, aber ich mach das trotzdem". Stell dir mal die Reaktionen der Bürger vor, die Sirenen eh nicht ausstehen können, wenn der Bund Millionen neue Schulden macht deswegen. Da brauchen wir glaub ich nicht darüber diskutieren.
Dass das nach dem WW2, mittem im Kalten Krieg eine ganze andere Situation war und Warndienst, Warnämter und Sirenen auf Grund einer TATÄCHLICH vorhandenen atomaren Bedrohung installiert wurden, ist mit heute nicht zu vergleichen. Damals war das auch Bundesaufgabe. Die Gesetzesänderung, dass das jetzt Landesaufgabe ist, kam erst mit Auflösung des Warndienstes, anfang der 90er Jahre. Informier dich hier mal drüber. So ein Gesetz lässt sich halt mal nicht so einfach zurücknehmen, schon mal gar nicht, wenn es keinen Grund dafür gibt. Denn aus Sicht von Bund/Land klappt die Warnung ganz gut bzw. es wird daran gearbeitet. Man hat ja doch erkannt, dass man was tun muss, also lasst die Leute halt mal arbeiten.
Und eine Giftgaswolke aus dem 14km entfernten Chemiewerk ist sowieso keine Bundesaufgabe. Wenn, dann eben in erster Linie von der unteren KatS-Behörde oder dem Bundesland. Auch ist gesetzlich bei Störfallbetrieben die Warnung sowieso eine ganz andere. Informier dich darüber mal.
Und zu guter letzt, stell den Bund nicht so dar, als ob er gar nichts machen würde. Du ignorierst völlig das, was ich oben erläutert hab.
@ECN
Der Vortrag von Herrn Lipski war "live" beim Forentreffen 2005 in Hamburg. Herr Lipski betreibt das Warnamtmuseum in Quickborn. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle!!
Dass Sirenen das effektivste Warnmittel sind, wurde wissenschaftlich widerlegt. Ich bin zwar grundsätzlich deiner Meinung und wünsche mir Sirenen auch zurück, aber dem steht ja gar nichts im Wege. Ich sag ja nur, und das wird definitiv so sein, dass es neben den Sirenen auch Rauchmelder etc. geben wird. Das Thema Aufklärung ist sowieso ausgesprochen wichtig, egal welches Endgerät zur Warnung genutzt wird.
Wenn du überlegst, wie viele Leute heute die Sirenen ignorieren bzw. sie als "altmodisch" und mit Krieg in Verbindung bringen, dann ist das genau eins dieser sozialen Probleme, die ich oben angesprochen hab. Um "moderne" Bürger zu erreichen und tatsächlich deren Aufmerksamkeit zu erregen, reicht es nicht mehr nur "Lärm" zu machen. Du musst die Bürger gezielt und möglichst persönlich ansprechen.
Stell dir mal vor ein x-beliebiger läuft in DA durch die Innenstadt und plötzlich heulen die Sirenen. Reaktion: Ignoranz. Nun stell dir vor, derjenige bekommt eine SMS auf sein Handy mit dem Text "Katastrophenalarm, bitte schalten Sie Ihr Radio ein und warten auf weitere Anweisungen." Was meinst du, was von den Leuten eher aufgenommen wird? Also warum dann teure Sirenen aufbauen, wenn man SMS quasi "kostenlos" an alle verschicken kann? (Ist natürlich bewusst provokativ formuliert)
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Re: Petition zur Warnung per Sirene
Hallo,MiThoTyN hat geschrieben: @ECN
Der Vortrag von Herrn Lipski war "live" beim Forentreffen 2005 in Hamburg. Herr Lipski betreibt das Warnamtmuseum in Quickborn. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle!!
Wenn du überlegst, wie viele Leute heute die Sirenen ignorieren bzw. sie als "altmodisch" und mit Krieg in Verbindung bringen, dann ist das genau eins dieser sozialen Probleme, die ich oben angesprochen hab. Um "moderne" Bürger zu erreichen und tatsächlich deren Aufmerksamkeit zu erregen, reicht es nicht mehr nur "Lärm" zu machen. Du musst die Bürger gezielt und möglichst persönlich ansprechen.
Stell dir mal vor ein x-beliebiger läuft in DA durch die Innenstadt und plötzlich heulen die Sirenen. Reaktion: Ignoranz. Nun stell dir vor, derjenige bekommt eine SMS auf sein Handy mit dem Text "Katastrophenalarm, bitte schalten Sie Ihr Radio ein und warten auf weitere Anweisungen." Was meinst du, was von den Leuten eher aufgenommen wird? Also warum dann teure Sirenen aufbauen, wenn man SMS quasi "kostenlos" an alle verschicken kann? (Ist natürlich bewusst provokativ formuliert)
Sirenen sind eben nur ein Stück Technik. "Warnung der Bevölkerung" ist aber sehr sehr viel mehr, als nur ein technischer Aspekt.
Gruß Joachim
schade vor meiner Forum Zeit gewessen gibt es irgendwo eine Abschrifft von seinem Vortrag?
Ja in seinem Museum war ich vor ein paar Jahren schon mal zu Gast (in Verbindung mit einem Besuch des Museumsbunkers in HH) und werde hoffentlich dieses Jahr nochmals hinfahren.
Ich kann dir da nur zum Teil recht geben. klar gibt es eine Gruppe denen sind die Sirenen völlig egal aber die würden auch solch eine Warn sms sofort löschen.
Die Reaktion auf die Sirenen ist in DA wirklich sehr positiv (ich meine nicht die verständliche aufregung als wir nachts um 5 Uhr versehentlich die ganze Innenstadt geweckt haben) mag aber auch an der akuten bedrohung durch zwei Chemiewerke liegen wo wir leider 1999 schon einmal einen heftigen Störfall hatten.
Bei diesem Vorfall hat übrigens die Auslösung aller Sirenen (ohne die Werkssirenen!!) im Stadtgebiet mit Feueralarm ausgereicht um den gewünschten Weckeffekt zu erreichen und die Bevölkerung zu Alarmieren.
Auch haben wir ja ein AKW im 25 KM Radius, vielleicht ist die Bevölkerung darum bei uns etwas sensibel und achtet darauf.
Als größtes Problem stellen wir immer wieder die Mangelnde Aufklärung über die Bedeutung der Signale fest.
Wenn wir bei verschiedenen Anläßen in der Öffentlichkeit present sind und Aufklärung darüber betreiben kommt immer wieder der Wunsch aus der Bevölkerung mehr über die Sirenen zu erfahren.
Leider tut sich unsere Verwaltung da etwas schwer, darum haben wir ja bereits einen extra Bereich auf unserer HP eingerichtet wo wir ausführlich die Sirenen erklären.
Zusätzlich kündigen wir jeden Probealarm auf der Startseite an.
Wenigstens wurde jetzt schon die Möglichkeit geschaffen auf der Startseite der Stadt direkt den Probealarm anzukündigen.
Und nächstes Jahr geht es ja hoffentlich weiter.
Ich denke nur mit umfassender Aufklärung können wir die Bevölkerung dafür gewinnen.
Und natürlich hast du Recht das Warnung heute nicht nur aus Sirenen bestehen darf/soll es muß eine Verbindung aus den technischen möglichkeiten sein.
Allerdings möchte ich zu Bedenken geben das es in D keine Möglichkeit gibt gesichert solche Massen sms zu versenden! Wenn das Handynetzt überlastet ist kommen die Warn sms erst gar nicht durch.
Darum ist ja auch jede feuerwehr gut beraten sich bei der Alarmierung Ihrer Einsatzkräfte nicht ausschließlich auf einen Alarm über das Handy zu verlassen.
Re: Petition zur Warnung per Sirene
*g* Es gab keinen "Vortrag", so wie du ihn dir gerade vorstellst. Wir waren auch nur in seinem Museum zu Besuch und er erzählte halt von früher. So wie er es bei euch/dir sicher auch gemacht hat.ECN 2400 hat geschrieben:schade vor meiner Forum Zeit gewessen gibt es irgendwo eine Abschrifft von seinem Vortrag?
Gruß
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Re: Petition zur Warnung per Sirene
Ach so ja Danke war ein sehr lehrreicher Tag in seinem Museum.....MiThoTyN hat geschrieben: *g* Es gab keinen "Vortrag", so wie du ihn dir gerade vorstellst. Wir waren auch nur in seinem Museum zu Besuch und er erzählte halt von früher. So wie er es bei euch/dir sicher auch gemacht hat.
Gruß
Re: Petition zur Warnung per Sirene
MiThoTyN hat geschrieben:Hi Leute!
...aber auch Rauchwarnmelder anschließen, SMS schicken, was auch immer.
SMS = Einspruch! Es sei denn, man baut dafür ein eigenes GSM-Netz auf, was wohl illusorisch ist. Warum Einspruch? Weil es absolut kontraproduktiv ist, denn zumindest die heutigen kommerziellen GSM-Dienste, besser als Handynetze bekannt, werden bei Großschadenslagen mit hoher Wahrscheinlichkeit zusammen brechen! Und sie werden erst recht zusammen brechen, wenn darüber noch massenhaft und gleichzeitig (ZUSÄTZLICH zum extrem erhöten Aufkommen normaler Handygespräche in Katastrophenfällen) SMS verschickte werden.
Alarmsysteme sollten meiner bescheidenen Meinung nach immer möglichst über eigene reservierte Signalwege verfügen.
Ein ähnlicher Einspruch kommt mir auch bei "Facebook" und Co. in den Sinn. Auch hier würden mit dem Internet allgemeine Kommunikationswege genutzt, die nicht nur allgemein anfällig sind bei Katastrophen, sondern in ihrer heutigen Form bei zusätzlicher Inanspruchnahme durch Alarmierungen ggf. weiter in den Kollaps getrieben werden. Dann hätte niemand mehr Zugriff auf diese Kommunikationswege, was sehr fatal werden kann.
Wollte ich nur mal etwas ausserhalb des Hauptthemas sagen.
Re: Petition zur Warnung per Sirene
Eine SMS hat neben der von dir angesprochenen Problematik noch weitere Punkte die dagegen sprechen. Zum einen fehlt auch hier der eindeutige Weckeffekt, ausgenommen sie wird im System fest verankert (Absender etc.) und spielt in voller Lautstärke ein einheitliches Signal ab. Zum anderen hat eine SMS nur 160 Zeichen, dort eine ganze Warnung unterzubringen halte ich für nicht praktikabel. Sie könnte höchstens einen Kurzhinweis geben.Troubadix hat geschrieben:SMS = Einspruch! Es sei denn, man baut dafür ein eigenes GSM-Netz auf, was wohl illusorisch ist. Warum Einspruch? Weil es absolut kontraproduktiv ist, denn zumindest die heutigen kommerziellen GSM-Dienste, besser als Handynetze bekannt, werden bei Großschadenslagen mit hoher Wahrscheinlichkeit zusammen brechen! Und sie werden erst recht zusammen brechen, wenn darüber noch massenhaft und gleichzeitig (ZUSÄTZLICH zum extrem erhöten Aufkommen normaler Handygespräche in Katastrophenfällen) SMS verschickte werden.
Auch das Internet kann nicht den Weckeffekt übernehmen. Es dient höchstens der Informationsverteilung, wenn es denn im K-Fall funktioniert. Dass hierbei "stille Post" entstehen kann konnte man in der Vergangenheit bei einigen Nachrichten schon erkennen. Grundsätzlich aber in der heutigen Zeit ein wichtiges Medium, vor allem wenn es frühzeitig eingesetzt werden kann!Troubadix hat geschrieben:Ein ähnlicher Einspruch kommt mir auch bei "Facebook" und Co. in den Sinn. Auch hier würden mit dem Internet allgemeine Kommunikationswege genutzt, die nicht nur allgemein anfällig sind bei Katastrophen, sondern in ihrer heutigen Form bei zusätzlicher Inanspruchnahme durch Alarmierungen ggf. weiter in den Kollaps getrieben werden. Dann hätte niemand mehr Zugriff auf diese Kommunikationswege, was sehr fatal werden kann.
Richtig. Dennoch ist ab einer bestimmten Position dieser reservierte Weg vorbei. Bei der Nachrichtenverteilung werden aktuell "nur" die an SatWaS angeschlossenen Empfänger informiert. Von dort bis zum Bürger wird die Meldung über Sender von teils privaten Anstalten übermittelt.Troubadix hat geschrieben:Alarmsysteme sollten meiner bescheidenen Meinung nach immer möglichst über eigene reservierte Signalwege verfügen.
Interessant wäre ein System ala DCF77 dass Bundesweit erreichbar ist und entsprechend (bundesweite oder regional begrenzte) Codes ausstrahlt und im Anschluss die behördliche Meldung sendet. Empfänger könnten somit Sirenen, Radios, Handys und weitere mögliche Geräte sein, die einen entsprechenden Empfänger verpflichtend verbaut haben. Diese lösen z.B. wie eine Sirene ein einheitliches Signal aus und schalten anschließend den Träger durch. Hierbei hat man ein durchgängiges System (vom Bund zum Bürger) welches mit wenig hardwaretechnischem Aufbau erreichbar wäre. Der Bund müsste somit "nur" den Sender und die Werbung betreiben. Die Kosten für die Endgeräte trägt letztendlich der Bürger selbst, jedoch sind die Kosten überschaubar. Ein Wecker kostet mit DCF77 Empfänger auch nicht die Welt mehr ;)
"Sirenen sind durch nichts zu ersetzen, ausser durch bessere Sirenen..." (Cimolino - 2012)
Elektror L1137/1237, FWE Sonnenburg MS 200 MPS 4
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