Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Alles rund um klassische elektromechanisch angetriebene Sirenen.
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Glockengießer
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Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von Glockengießer »

Nach längerem Nachdenken habe ich mich nun dazu entschlossen, alle ehemaligen Sirenenstandorte im Nürnberger Innenstadtgebiet zwecks Fotos auf zu suchen und auf einer Karte fest zu halten. Auch wenn es ein langwieriges Unterfangen werden wird, bleibe ich dran. Ich habe dieses Wochenende schon mal einige Standorte besucht und Fotos gemacht. Zu jedem Foto plane ich, ein Foto-Montage - Bild zu erstellen auf welchem zu sehen ist, wie der Sirenenstandort vor der großen Demontageaktion, welche von 1992 bis 1999 stattfand, ausgesehen haben könnte. Weitere Bilder folgen.
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Der frühere Sirenenstandort "Heilig-Geist-Apotheke". Durch Umbau des Dachbodens zu Wohnräumlichkeiten, sind alle Zeugnisse des Standortes verschwunden.
Der frühere Sirenenstandort "Heilig-Geist-Apotheke". Durch Umbau des Dachbodens zu Wohnräumlichkeiten, sind alle Zeugnisse des Standortes verschwunden.
Ungefähr so muss der Standort mit Sirene ausgesehen haben, bevor die Demontageaktion begann. An der Stelle des kleinen Dachfensters unter der Sirene befand sich vermutlich die Ausstiegsluke und rechts daneben die Trittstufen.
Ungefähr so muss der Standort mit Sirene ausgesehen haben, bevor die Demontageaktion begann. An der Stelle des kleinen Dachfensters unter der Sirene befand sich vermutlich die Ausstiegsluke und rechts daneben die Trittstufen.
Das Straßenbahndepot Muggenhof-Fuchsstraße war schon im zweiten Weltkrieg als Sirenenstandort in Verwendung. Damals Stand eine L1 auf dem Turmdach. Später wurde auf dem hier zu sehenden Gebäudeteil eine E-57 aufgestellt, von deren Existenz heute nur noch die Dachluke zeugt. Die Trittstufen befanden sich rechts neben der Dachluke, was die leicht verworfenen Dachziegel belegen.
Das Straßenbahndepot Muggenhof-Fuchsstraße war schon im zweiten Weltkrieg als Sirenenstandort in Verwendung. Damals Stand eine L1 auf dem Turmdach. Später wurde auf dem hier zu sehenden Gebäudeteil eine E-57 aufgestellt, von deren Existenz heute nur noch die Dachluke zeugt. Die Trittstufen befanden sich rechts neben der Dachluke, was die leicht verworfenen Dachziegel belegen.
Ungefähr so muss der Standort ausgesehen haben. Hier konnten die Trittstufen in der Fotomontage rekonstruiert werden.
Ungefähr so muss der Standort ausgesehen haben. Hier konnten die Trittstufen in der Fotomontage rekonstruiert werden.
Vom Innenhof des Straßenbahndepots konnte man die Sirene gut sehen. Heute erkennt man die stelle nur an drei helleren Dachziegeln, die den Giebel bedecken.
Vom Innenhof des Straßenbahndepots konnte man die Sirene gut sehen. Heute erkennt man die stelle nur an drei helleren Dachziegeln, die den Giebel bedecken.
So sah der Standort vor der Demontage aus. Auf einer Postkarte der Nürnberg-Fürther Straßenbahnfreunde ist das gleiche Bild zu sehen. Leider ist das Foto der Postkarte urheberrechtlich geschützt, weshalb ich diese Foto-Montage erstellen musste
So sah der Standort vor der Demontage aus. Auf einer Postkarte der Nürnberg-Fürther Straßenbahnfreunde ist das gleiche Bild zu sehen. Leider ist das Foto der Postkarte urheberrechtlich geschützt, weshalb ich diese Foto-Montage erstellen musste
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Sirenen Freak
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von Sirenen Freak »

Hm, Schade ...
---) ---D E57. Sirene. ---D ---)
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Teefix
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von Teefix »

Super Sache!! Hoffe du machst noch viele weitere solch schöner Fotos, gefällt mir sehr gut.
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Glockengießer
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von Glockengießer »

Teefix hat geschrieben:Super Sache!! Hoffe du machst noch viele weitere solch schöner Fotos, gefällt mir sehr gut.
Freut mich, dass es dir gefällt. Ich habe inzwischen ein paar Zeitzeugen ausfindig machen können, die mir einige der ehemaligen Sirenenstandorte in Nürnberg nennen konnten und mich auch dabei unterstützen möchten weitere Standorte zu finden. Ich habe auch wieder ein paar Fotos gemacht.
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Das Eckgebäude "Am Plärrer 2" war einer der vier ehemaligen E-57 Standorte am Plärrer in Nürnberg. Durch Dachsanierungsarbeiten sind alle Spuren dieses Standortes verschwunden. Nur noch die Ausstiegsluke, welche sowohl als Zugang für die Sirene als auch für die Dachantennen genutz wurde, ist geblieben.
Das Eckgebäude "Am Plärrer 2" war einer der vier ehemaligen E-57 Standorte am Plärrer in Nürnberg. Durch Dachsanierungsarbeiten sind alle Spuren dieses Standortes verschwunden. Nur noch die Ausstiegsluke, welche sowohl als Zugang für die Sirene als auch für die Dachantennen genutz wurde, ist geblieben.
Ungefähr so könnte der Standort "Am Plärrer 2" vor der demontage ausgesehen haben. Aufgrund der Flachdachbauweise ist auch durchaus denkbar, dass diese E-57 in Stativmontage aufgestellt wurde, was sich allerdings bislang weder bestätigen noch widerlegen ließ. Auf dieser Fotomontage ist die E-57 deshalb in normaler Rohrmastmontage nachgestellt abgebildet. Sollte sich später doch die Stativmontage als Aufstellungsvariante bestätigen, wird das Bild entsprechend angepasst.
Ungefähr so könnte der Standort "Am Plärrer 2" vor der demontage ausgesehen haben. Aufgrund der Flachdachbauweise ist auch durchaus denkbar, dass diese E-57 in Stativmontage aufgestellt wurde, was sich allerdings bislang weder bestätigen noch widerlegen ließ. Auf dieser Fotomontage ist die E-57 deshalb in normaler Rohrmastmontage nachgestellt abgebildet. Sollte sich später doch die Stativmontage als Aufstellungsvariante bestätigen, wird das Bild entsprechend angepasst.
Das Hochhaus der Städtischen Werke Nürnberg am Plärrer war ebenfalls einer der vier Sirenenstandorte, auf dem eine E-57 im Einsatz war. Auf Luftaufnahmen ist eine dunklere Bahn Dachpappe zu erkennen welche neu verlegt wurde, als man bei der Sirenendemontage das Kabel entfernt hat.
Das Hochhaus der Städtischen Werke Nürnberg am Plärrer war ebenfalls einer der vier Sirenenstandorte, auf dem eine E-57 im Einsatz war. Auf Luftaufnahmen ist eine dunklere Bahn Dachpappe zu erkennen welche neu verlegt wurde, als man bei der Sirenendemontage das Kabel entfernt hat.
Ungefähr so könnte sich der Standort damals gezeigt haben, als die E-57 noch stand. Hier wurde vermutlich ein Rohrmast mit Stativ-Stützung zur Aufstellung verwendet, damit die Sirene möglichst hoch über den Rand des Daches hinausragt. Aber auch die Montage mit einem herkömmlichen Stativ ohne Rohrmast ist durchaus denkbar.
Ungefähr so könnte sich der Standort damals gezeigt haben, als die E-57 noch stand. Hier wurde vermutlich ein Rohrmast mit Stativ-Stützung zur Aufstellung verwendet, damit die Sirene möglichst hoch über den Rand des Daches hinausragt. Aber auch die Montage mit einem herkömmlichen Stativ ohne Rohrmast ist durchaus denkbar.
Das Frühere ARAG-Haus mit der Adresse "Am Plärrer 11-15" gehörte ebenfalls zu den vier Sirenenstandorten am Plärrer Nürnbergs. Heute zeugt nichts mehr davon, dass hier einst eine E-57 im Einsatz war.
Das Frühere ARAG-Haus mit der Adresse "Am Plärrer 11-15" gehörte ebenfalls zu den vier Sirenenstandorten am Plärrer Nürnbergs. Heute zeugt nichts mehr davon, dass hier einst eine E-57 im Einsatz war.
Ungefähr so könnte das ARAG-Haus mit Sirene ausgesehen haben. Da das Dach renoviert wurde, ist nichts mehr vom früheren Standpunkt der Sirene zu erkennen. Auch hier wäre die Stativmontage als Aufstellungsvariante denkbar, da es sich um ein Flachdach handelt. Möglich wäre allerdings auch, dass der Rohrmast mit Halteschellen an der Fassade befestigt wurde und das Kabel direkt durch die Wand ins Haus führte.
Ungefähr so könnte das ARAG-Haus mit Sirene ausgesehen haben. Da das Dach renoviert wurde, ist nichts mehr vom früheren Standpunkt der Sirene zu erkennen. Auch hier wäre die Stativmontage als Aufstellungsvariante denkbar, da es sich um ein Flachdach handelt. Möglich wäre allerdings auch, dass der Rohrmast mit Halteschellen an der Fassade befestigt wurde und das Kabel direkt durch die Wand ins Haus führte.
Das Haus, in welchem heute das "Theater Salz und Pfeffer" residiert, war der vierte der Plärrer-Sirenenstandorte. Die Dachluke ist heute noch auf Luftaufnahmen zu erkennen, die Trittstufen wurden entfernt. Leider war der Zugang zum Hof versperrt, weshalb keine Fotos von der noch vorhandenen Dachluke angefertigt werden konnten.
Das Haus, in welchem heute das "Theater Salz und Pfeffer" residiert, war der vierte der Plärrer-Sirenenstandorte. Die Dachluke ist heute noch auf Luftaufnahmen zu erkennen, die Trittstufen wurden entfernt. Leider war der Zugang zum Hof versperrt, weshalb keine Fotos von der noch vorhandenen Dachluke angefertigt werden konnten.
Ungefähr so sah das Gebäude des Theater Salz und Pfeffer mit Sirene E-57 aus. Die Position der Sirene ist durch drei leicht verworfene Dachziegel auf der Giebeloberseite und durch die Abzweigung vom Blitzableiter, welche zur Erdung des Rohrmastes diente, leicht zu erkennen.
Ungefähr so sah das Gebäude des Theater Salz und Pfeffer mit Sirene E-57 aus. Die Position der Sirene ist durch drei leicht verworfene Dachziegel auf der Giebeloberseite und durch die Abzweigung vom Blitzableiter, welche zur Erdung des Rohrmastes diente, leicht zu erkennen.
Die Regenbogenschule in der nürnberger Gartenstadt, in der ich selbst einst zur Schule ging, wurde schon im zweiten Weltkrieg als Sirenenstandort genutzt. Von der L1/F2-Kombination und der späteren E-57 sind heute noch Zeugnisse vorhanden. Die Stelle, wo sich einst die Dachdurchführung für den Rohrmast befand ist heute noch von der Regenbogenstraße aus zu erkennen, denn dort fehlt ein Dachziegel.
Die Regenbogenschule in der nürnberger Gartenstadt, in der ich selbst einst zur Schule ging, wurde schon im zweiten Weltkrieg als Sirenenstandort genutzt. Von der L1/F2-Kombination und der späteren E-57 sind heute noch Zeugnisse vorhanden. Die Stelle, wo sich einst die Dachdurchführung für den Rohrmast befand ist heute noch von der Regenbogenstraße aus zu erkennen, denn dort fehlt ein Dachziegel.
So sah der Standort mit E-57 aus. Da ich den Standort selbst noch kennen gelernt habe, weiß ich noch gut wie er aussah. Die Dachluke und die Trittstufen befinden sich auf der gegenüber liegenden Seite des Daches.
So sah der Standort mit E-57 aus. Da ich den Standort selbst noch kennen gelernt habe, weiß ich noch gut wie er aussah. Die Dachluke und die Trittstufen befinden sich auf der gegenüber liegenden Seite des Daches.
Zuletzt geändert von Glockengießer am Montag 30. Dezember 2013, 14:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von Glockengießer »

Noch zwei Fotos vom ehemaligen Standort Regenbogenschule, die in der vorigen Antwort keinen Platz mehr hatten.
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Der ehemalige Sirenenstandort Nürnberg Regenbogenschule, diesmal mit Blickrichtung vom Schulhof. Die Dachluke und die Trittstufen sind heute noch vorhanden. Hin und wieder wird die Dachluke zu Reinigungsarbeiten im Dachboden geöffnet, damit frische Luft rein kommt.
Der ehemalige Sirenenstandort Nürnberg Regenbogenschule, diesmal mit Blickrichtung vom Schulhof. Die Dachluke und die Trittstufen sind heute noch vorhanden. Hin und wieder wird die Dachluke zu Reinigungsarbeiten im Dachboden geöffnet, damit frische Luft rein kommt.
So sah es aus, als die E-57 noch da war. Kurz bevor die Sirene demontiert wurde hatte ich das Glück, am offen stehenden Schaltkasten, die grüne Taste für manuelles Einschalten des Sirenenmotors drücken zu können und so das Teil noch ein letzes mal aufröhren zu lassen. Nach der Demontage wurde die E-57 durch die Firma Hörmann weiter verkauft und versieht heute an einem unbekannten Standort wieder ihren Dienst.
So sah es aus, als die E-57 noch da war. Kurz bevor die Sirene demontiert wurde hatte ich das Glück, am offen stehenden Schaltkasten, die grüne Taste für manuelles Einschalten des Sirenenmotors drücken zu können und so das Teil noch ein letzes mal aufröhren zu lassen. Nach der Demontage wurde die E-57 durch die Firma Hörmann weiter verkauft und versieht heute an einem unbekannten Standort wieder ihren Dienst.
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von Glockengießer »

Nach längerer Pause geht's hier nun weiter. Ich habe wieder ein paar ehemalige Sirenenstandorte besucht und Fotos gemacht. Leider habe ich kein Foto von einer HLS-Pintsch Bamag, um damit das Foto vom Standort "Fernmeldeamt 2" nachbearbeiten zu können. Falls mit jemand von euch das Foto einer HLS-Pintsch Bamag zur Bearbeitung zur Verfügung stellen könnte, wäre das echt klasse.
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Auf der Wiesenschule, nahe der Nürnberger Christuskirche, war ebenfalls eine E-57 im Einsatz. Der Standort wurde mir von einem ehemaligen Schüler genannt. Im Rahmen von Renovierungsarbeiten und dem Aufbau einer Solaranlage auf das Dach des Schulhauses, wurden sämtliche Zeugnisse des Sirenenstandortes entfernt. Nur noch die Abzweigklemme vom Blitzableiter weist auf die Stelle hin, wo die Sirene einst stand.
Auf der Wiesenschule, nahe der Nürnberger Christuskirche, war ebenfalls eine E-57 im Einsatz. Der Standort wurde mir von einem ehemaligen Schüler genannt. Im Rahmen von Renovierungsarbeiten und dem Aufbau einer Solaranlage auf das Dach des Schulhauses, wurden sämtliche Zeugnisse des Sirenenstandortes entfernt. Nur noch die Abzweigklemme vom Blitzableiter weist auf die Stelle hin, wo die Sirene einst stand.
So sah der Standort Wiesenschule vor der Demontage aus. Anhand der noch vorhandenen Abzweigklemme des Blitzableiters ließ sich die Aufstellungsposition leicht ermitteln.
So sah der Standort Wiesenschule vor der Demontage aus. Anhand der noch vorhandenen Abzweigklemme des Blitzableiters ließ sich die Aufstellungsposition leicht ermitteln.
Das Schulhaus der Scharrerschule im Nürnberger Stadtbezirk St. Peter, war schon im zweiten Weltkrieg als Sirenenstandort in Verwendung. Die letze Sirene, die dort ihren Dienst versah, war eine E-57. Die Abzweigklemme vom Blitzableiter ist noch vorhanden, aber man muss schon etwas genauer hinsehen.
Das Schulhaus der Scharrerschule im Nürnberger Stadtbezirk St. Peter, war schon im zweiten Weltkrieg als Sirenenstandort in Verwendung. Die letze Sirene, die dort ihren Dienst versah, war eine E-57. Die Abzweigklemme vom Blitzableiter ist noch vorhanden, aber man muss schon etwas genauer hinsehen.
Ungefähr so muss der Standort vor der Demontage ausgesehen haben. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Sirene aus der Zeit des zweiten Weltkrieges, im Dachreiter montiert war.
Ungefähr so muss der Standort vor der Demontage ausgesehen haben. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Sirene aus der Zeit des zweiten Weltkrieges, im Dachreiter montiert war.
Der Standort Scharrerschule von der Hofseite. Die Dachluke und die Trittstufen sind noch vorhanden. Heute nutzt man sie nur noch als Zugang zur Antenne.
Der Standort Scharrerschule von der Hofseite. Die Dachluke und die Trittstufen sind noch vorhanden. Heute nutzt man sie nur noch als Zugang zur Antenne.
Etwa so dürfte der Sirenenstandort vor der Demontage ausgesehen haben, wenn man die Länge der obersten Trittstufe berücksichtigt.
Etwa so dürfte der Sirenenstandort vor der Demontage ausgesehen haben, wenn man die Länge der obersten Trittstufe berücksichtigt.
Der Nürnberger Hauptbahnhof wurde, so wie der Plärrer, mit vier E-57 beschallt. Auf dem Gebäude der Bundesbank war auch eine davon installiert. Aufgrund von Renovierungsarbeiten am Gebäude sind alle Spuren des Sirenenstandortes verschwunden.
Der Nürnberger Hauptbahnhof wurde, so wie der Plärrer, mit vier E-57 beschallt. Auf dem Gebäude der Bundesbank war auch eine davon installiert. Aufgrund von Renovierungsarbeiten am Gebäude sind alle Spuren des Sirenenstandortes verschwunden.
Ungefähr so könnte der Standort einst ausgesehen haben. Da es sich um ein Flachdach handelt, ist auch die Aufstellungsvariante mit einem Stativ denkbar.
Ungefähr so könnte der Standort einst ausgesehen haben. Da es sich um ein Flachdach handelt, ist auch die Aufstellungsvariante mit einem Stativ denkbar.
Auf dem heutigen Hotel Victoria war ebenfalls eine E-57 im Einsatz. Diese beschallte den gesamten Bahnhofsplatz und die Königsstraße. Da das Dach des Gebäudes komplett saniert wurde, sind alle Zeugnisse vom einstigen Sirenenstandort verschwunden.
Auf dem heutigen Hotel Victoria war ebenfalls eine E-57 im Einsatz. Diese beschallte den gesamten Bahnhofsplatz und die Königsstraße. Da das Dach des Gebäudes komplett saniert wurde, sind alle Zeugnisse vom einstigen Sirenenstandort verschwunden.
So oder so ähnlich sah der Standort damals aus. Da alle Zeugnisse des Sirenenstandortes verschwunden sind, ist auch die genaue Position der Sirene nicht mehr feststellbar. Auf dieser Fotomontage ist die Sirene nach meiner akustischen Auffassung positioniert gewesen.
So oder so ähnlich sah der Standort damals aus. Da alle Zeugnisse des Sirenenstandortes verschwunden sind, ist auch die genaue Position der Sirene nicht mehr feststellbar. Auf dieser Fotomontage ist die Sirene nach meiner akustischen Auffassung positioniert gewesen.
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E57-Sven
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von E57-Sven »

Hallo Martin,
auch mir gefallen deine nachforschungen ehemaliger Sirenenstandorte ohne und mit den Fotomontagen sehr Gut!
Gruss sven
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Glockengießer
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von Glockengießer »

E57-Sven hat geschrieben:Hallo Martin,
auch mir gefallen deine nachforschungen ehemaliger Sirenenstandorte ohne und mit den Fotomontagen sehr Gut!
Gruss sven
Das ist schön. Ich freue mich, wenn ich positive Rückmeldungen bekomme. Zum ehemaligen Sirenenstandort Scharrerschule kommen noch ein paar Dachbodenaufnahmen dazu! Herr Hausmeister Seidel hat mir freundlicherweise Zugang zum Dachboden des Schulhauses gewährt, damit ich ein paar Nachforschungen direkt am Ort des Geschehens anstellen konnte. Das war das erste Mal, dass ich so nah an einem ehemaligen Sirenenstandort Nürnbergs dran war. Mein Adrenalinspiegel stieg immer weiter, je mehr Spuren ich fand - Das Gefühl war unbeschreiblich! Ich wünsche viel Spaß beim Ansehen.
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Auf dem Schulhausdachboden der Scharrerschule konnte ich jetzt richtig auf Sirenen-Spurensuche gehen, da der Hausmeister mir Zugang zum Dachboden gewährt hat. Die Spuren waren ein bisschen schwer zu finden aber sie waren noch vorhanden. Das heutige Dachlukenfenster ist ein bisschen kleiner als die Metalldachluke, welche vorhanden war als der Sirenenstandort noch in Betrieb gewesen ist aber sie befindet sich genau an der selben Stelle.
Auf dem Schulhausdachboden der Scharrerschule konnte ich jetzt richtig auf Sirenen-Spurensuche gehen, da der Hausmeister mir Zugang zum Dachboden gewährt hat. Die Spuren waren ein bisschen schwer zu finden aber sie waren noch vorhanden. Das heutige Dachlukenfenster ist ein bisschen kleiner als die Metalldachluke, welche vorhanden war als der Sirenenstandort noch in Betrieb gewesen ist aber sie befindet sich genau an der selben Stelle.
Dieser Balken befindet sich ganz oben am Giebel. Die beiden Löcher, die sich darin befinden, sind auf die Rohrschelle zurück zu führen, welche den Sirenenmast abstützen sollte. Die Andruckstelle des Mastrohres ist auch noch zu erkennen.
Dieser Balken befindet sich ganz oben am Giebel. Die beiden Löcher, die sich darin befinden, sind auf die Rohrschelle zurück zu führen, welche den Sirenenmast abstützen sollte. Die Andruckstelle des Mastrohres ist auch noch zu erkennen.
Hier sind die Löcher im Giebelbalken sowie auch die Andruckstelle schriftlich markiert.
Hier sind die Löcher im Giebelbalken sowie auch die Andruckstelle schriftlich markiert.
Diese Kabelschelle ist Eine von mehreren, die an diesem Balken befestigt sind und an welchen das Kabel vom Sirenenmotor einst nach Unten geführt wurde. Anschließend lief das Kabel auf mehreren Längsbalken in Richtung Treppenhaus und zweigte dann, etwa auf halbem Weg, in ein metallisches Kabelrohr nach Unten in die Schulräume ab. Ob der Schaltkasten im Büro vom Direktor oder im Büro vom Hausmeister hing ist nicht mehr nach verfolgbar, da das Rohr unter Putz verlegt wurde.
Diese Kabelschelle ist Eine von mehreren, die an diesem Balken befestigt sind und an welchen das Kabel vom Sirenenmotor einst nach Unten geführt wurde. Anschließend lief das Kabel auf mehreren Längsbalken in Richtung Treppenhaus und zweigte dann, etwa auf halbem Weg, in ein metallisches Kabelrohr nach Unten in die Schulräume ab. Ob der Schaltkasten im Büro vom Direktor oder im Büro vom Hausmeister hing ist nicht mehr nach verfolgbar, da das Rohr unter Putz verlegt wurde.
In diesem Rohr führte das Kabel vom Sirenenmotor in die darunter befindlichen Räumlichkeiten. Da sowohl das Büro des Direktors als auch das Büro des Hausmeister genau unter dieser Position des Dachbodens befinden kann nicht mehr nachvollzogen werden ob der Schaltkasten beim Direktor oder beim Hausmeister hing.
In diesem Rohr führte das Kabel vom Sirenenmotor in die darunter befindlichen Räumlichkeiten. Da sowohl das Büro des Direktors als auch das Büro des Hausmeister genau unter dieser Position des Dachbodens befinden kann nicht mehr nachvollzogen werden ob der Schaltkasten beim Direktor oder beim Hausmeister hing.
Zuletzt geändert von Glockengießer am Mittwoch 2. April 2014, 18:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von Glockengießer »

Hier noch der ehemalige Sirenenstandort Fernmeldeamt 2, welcher in der nürnberger Altstadt lag. Hier war eine Pintsch-Bamag HLS im einsatz. Leider habe ich kein passendes Foto von einem HLS-Kopf im richtigen Winkel um eine passende Fotomontage anfertigen zu können. Falls jemand von Euch ein passendes Foto für eine Fotomontage zur Verfügung stellen möchte, bitte einfach als Antwort hier hinterlassen - Danke.
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Der Turm vom Fernmeldeamt 2 in Nürnberg war ein Sirenenstandort mit HLS. Ein übrig gebliebenes Rohr ist durch das Panoramafenster gut zu erkennen. Ob es das Pressluftrohr oder das Auspuffrohr des Kompressormotors war, lässt sich nicht nachvollziehen.
Der Turm vom Fernmeldeamt 2 in Nürnberg war ein Sirenenstandort mit HLS. Ein übrig gebliebenes Rohr ist durch das Panoramafenster gut zu erkennen. Ob es das Pressluftrohr oder das Auspuffrohr des Kompressormotors war, lässt sich nicht nachvollziehen.
Vermutlich befand sich der HLS-Kopf an dieser Position. Da ich, wie schon erwähnt, kein passendes Foto für eine Montage habe, kann ich die etwaige Stelle nur mit einer roten Markierung nachstellen.
Vermutlich befand sich der HLS-Kopf an dieser Position. Da ich, wie schon erwähnt, kein passendes Foto für eine Montage habe, kann ich die etwaige Stelle nur mit einer roten Markierung nachstellen.
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von Glockengießer »

Nachtrag zum Fernmeldeamt 2! Kollege turboquattro hat mir passende Fotos vom Kopf der Pintsch-Bamag-HLS zu geschickt, dadurch konnte ich die Fotomontage nachbearbeiten. Hier noch einmal ganz öffentlich ein ganz, ganz großes Dankeschön an turboquattro für die Fotos der HLS.
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Der HLS-Kopf einer Pintsch-Bamag auf dem Turm vom Fernmeldeamt 2. So muss es ausgesehen haben, als der Standort noch in Betrieb war.
Der HLS-Kopf einer Pintsch-Bamag auf dem Turm vom Fernmeldeamt 2. So muss es ausgesehen haben, als der Standort noch in Betrieb war.
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E57-Sven
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von E57-Sven »

Coole Sache, find ich Klasse!
Gruss Sven
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turboquattro
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von turboquattro »

Oh ja, sehr toll mit dem Fernmeldeamt, schaut aus wie echt, war ein toller Standort!
Da wenn jemand damals beim Probealarm gerade in der Aussichtskanzel war.... das fetzt!
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von Glockengießer »

Hier sind noch einige Fotos vom Standort "Kongresshalle" beim Volksfestplatz. Turboquattro hat mich über die einstmals dort installierte HLS von Pintsch Bamag informiert und mich auch auf das große Bild vom Volksfestplatz hingewiesen, welches beim gerade stattfindenden Frühlings-Volksfest zu sehen ist. Ich habe das Bild in drei verschiedenen Positionen abfotografiert und da es historisches Originalmaterial ist, wäre eine Fotomontage überflüssig. Dennoch will ich mal versuchen, an diesen ehemaligen Sirenenstandort auf Spurensuche zu gehen. Jetzt erst mal viel spaß beim Anschauen der Fotos!
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Großaufnahme des gesamten Volksfestplatzes. Der HLS-Schallgeber ist als grauer Strich zu sehen.
Großaufnahme des gesamten Volksfestplatzes. Der HLS-Schallgeber ist als grauer Strich zu sehen.
Hier nur das Kollosseum mit dem HLS-Schallgeber auf dem Dach. Hier ist sieht man die Sache schon etwas besser.
Hier nur das Kollosseum mit dem HLS-Schallgeber auf dem Dach. Hier ist sieht man die Sache schon etwas besser.
Nahaufnahme des HLS-Schallgebers. Unter dem Schallgeber, an der Ziegelwand, erkennt man ganz deutlich die Pressluftleitung (Links) sowie das Luftansaugrohr (Rechts) und den Auspuff vom Kompressormotor (Mitte).
Nahaufnahme des HLS-Schallgebers. Unter dem Schallgeber, an der Ziegelwand, erkennt man ganz deutlich die Pressluftleitung (Links) sowie das Luftansaugrohr (Rechts) und den Auspuff vom Kompressormotor (Mitte).
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von Glockengießer »

Nach längerer Pause geht es mit den ehemaligen Sirenenstandorten Nürnbergs nun weiter. Habe auch
schon einige Fotos gemacht. Beim Sirenenstandort St. Leonhard-Schule darf ich demnächst im Schulhausdachboden auf Spurensuche gehen und Fotos anfertigen. Auf der Diana-Apotheke war auch eine E-57 im Einsatz, wie ich eher zufällig heraus bekommen habe. Auch der Sirenenstandort in der Mögeldorfer Hauptstraße, Gebäude "Strauss-Apotheke" ist ein zufällig gesehener, ehemaliger Sirenenstandort.
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Der Standort Diana-Apotheke in Gibitzenhof, wie er heute aus der Nopitschstraße betrachtet aussieht.
Der Standort Diana-Apotheke in Gibitzenhof, wie er heute aus der Nopitschstraße betrachtet aussieht.
So sah der Sirenenstandort mit Blickrichtung Nopitschstraße aus, als die Sirene noch stand.
So sah der Sirenenstandort mit Blickrichtung Nopitschstraße aus, als die Sirene noch stand.
Hier noch einmal der Sirenenstandort Diana-Apotheke vom Dach des gegenüber liegenden Kauflandparkhauses betrachtet.
Hier noch einmal der Sirenenstandort Diana-Apotheke vom Dach des gegenüber liegenden Kauflandparkhauses betrachtet.
Noch einmal mit Sirene aus der Sicht vom Kauflandparkhaus.
Noch einmal mit Sirene aus der Sicht vom Kauflandparkhaus.
Das St. Leonhard-Schulhaus in Nürnberg war auch im zweiten Weltkrieg als Sirenenstandort in Verwendung. Damals war vermutlich ein Elektror Großalarmaggregat L1137/1237 auf dem Schuldach installiert, später wurde auf die Sirene E-57 umgerüstet. Auf dem zu sehenden Foto zeigt sich die verdächtige Stelle der ehemaligen Standposition aus heutiger Sicht.
Das St. Leonhard-Schulhaus in Nürnberg war auch im zweiten Weltkrieg als Sirenenstandort in Verwendung. Damals war vermutlich ein Elektror Großalarmaggregat L1137/1237 auf dem Schuldach installiert, später wurde auf die Sirene E-57 umgerüstet. Auf dem zu sehenden Foto zeigt sich die verdächtige Stelle der ehemaligen Standposition aus heutiger Sicht.
So sah der Schulgebäudeteil mit Sirene aus. Ob es allerdings die Position der früheren Elektror oder der späteren E-57 ist, muss ich durch Spurensuche im Dachboden erst noch herausfinden.
So sah der Schulgebäudeteil mit Sirene aus. Ob es allerdings die Position der früheren Elektror oder der späteren E-57 ist, muss ich durch Spurensuche im Dachboden erst noch herausfinden.
In der Mögeldorfer Hauptstraße, auf dem Gebäude der Straußen-Apotheke, war auch eine E-57 im Einsatz, wie die Dachluke und die Trittstufen verraten.
In der Mögeldorfer Hauptstraße, auf dem Gebäude der Straußen-Apotheke, war auch eine E-57 im Einsatz, wie die Dachluke und die Trittstufen verraten.
So sah der Standort in der Mögeldorfer Hauptstraße aus, als die Sirene noch stand. Die Position ist an der Abzweigklemme des Blitzableiters leicht zu finden.
So sah der Standort in der Mögeldorfer Hauptstraße aus, als die Sirene noch stand. Die Position ist an der Abzweigklemme des Blitzableiters leicht zu finden.
So sieht der Standort heute aus, wenn man ihn von der Mögeldorfer Hauptstraße aus betrachtet. Der Apothekeneingang befindet sich, auf dem Foto, zur Linken hin gesehen.
So sieht der Standort heute aus, wenn man ihn von der Mögeldorfer Hauptstraße aus betrachtet. Der Apothekeneingang befindet sich, auf dem Foto, zur Linken hin gesehen.
Die selbe Sichtposition mit Sirene, vor der Demontage.
Die selbe Sichtposition mit Sirene, vor der Demontage.
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Josef99
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Re: Ehemalige Sirenenstandorte in Nürnberg

Beitrag von Josef99 »

Super! Gefällt mir, weiter so!

LG Josef
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