Rheinböllen (Hunsrück) - Zweimotorige Sirene

Alles rund um klassische elektromechanisch angetriebene Sirenen.
Gast

Re: Rheinböllen (Hunsrück) - Zweimotorige Sirene

Beitrag von Gast »

Das gesuchte Foto von der Weinbergsirene in Mayschoß müsste von Wolfi stammen. Ich habe es einfach noch mal unter folgendem link eingestellt:
Klick!
Eine Elektror S3 ist aber nicht.
Danke!
Ich hab danach schonmal im Chat gefragt.
Das Foto hatte keiner, aber irgendwer glaubte sich zu erinnern, dass das eine S3 war.

Jedenfalls wissen wir ja jetzt, dass sie was 2-Motoriges ist, und das es sich nicht um eine Sachsenwerk handelt.
Für eine Siemens wiederrum sind die Dächer zu wenig abgerundet.
Ausserdem ist es eindeutig eine Doppelsirene.
Da dürften doch nicht so viele Übrigbleiben, oder?

Hier ist übrigens der Originalstrang zur Weinbergsirene:
(LINK ENTFERNT)
Vielleicht könnte ja ein Moderator das Zeug darüber dort hin verschieben
Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 11. Februar 2007, 18:36, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Re: Rheinböllen (Hunsrück) - Zweimotorige Sirene

Beitrag von Gast »

Jetzt kenne ich dank euren Interesses so viele Sirenentypen,doch die alte ,dreihütige Sirene ,die früher auf der Dominik-Grundschule in Kirn zwei Meter neben einer montiert war,habe ich hier noch nicht gesehen!

In absehbarer Zeit-vielleicht noch vor Pfingsten kaufe ich mir eine Drucker/Scanner-kombination und mache eine Zeichnung von dem Monster.

Mir fiel auf dass ihr Motor fast dreimal so lang wie der einer war.
Kann dies ein Doppelmotor mit 2 Drehzahlen gewesen sein,da diese Sirene mit ihren 3 Dächern wohl auch 2 Rotoren hatte(Hoch und Tiefton )und laut Aussage eines alten Schulhausmeisters im Jahre 1936 aufgestellt wurde.

Miele setzte früher in ihre Waschmaschinen auch solche langen Motoren ein ,sie hatten 2 Anker auf einer Welle zum Waschen und Schleudern.

Wieviele Anschlussklemmen sie hatte,weiß ich nicht weil der dämliche Bauhof das gute Stück einfach zum Schrottplatz kutschierte!

Bekomme Prozente von einem Bekannten für Drucker Marke Canon,dürfte eigentlich was Gutes sein,bin gespannt.

Mfg.Rainer
Ich glaube, das Teil kennen wir!
Hier sind mal Fotos von einer russischen Sirene aufgetaucht, die auf deine Beschreibung hingkommen könnte
Ich frag mich nur, wie eine russiche Sirene nach deutschland kommt
Wolfi
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Re: Rheinböllen (Hunsrück) - Zweimotorige Sirene

Beitrag von Wolfi »

Das gesuchte Foto von der Weinbergsirene in Mayschoß müsste von Wolfi stammen. Ich habe es einfach noch mal unter folgendem link eingestellt:
Klick!
Eine Elektror S3 ist aber nicht.
Hallo alle zusammen !

War wieder mal für längere Zeit nicht im Forum.
Ja, das Foto von der "Weinbergsirene" in Mayschoß ist von mir.
Es ist eine Elektror-Doppelsirene, ich glaube die exakte Bezeichnung
lautet L1141/L1142. Eine S3 ist es auf keinen Fall, die hat nur 1 kW
und ist viel kleiner. Die Mayschoßer Sirene hat 5 / 4 kW (Hochton /
Tiefton) - selbst abgelesen von den Typenschildern !

Was die Anlaufzeit der Rheinböllener Siemens betrifft, da hat sicher
recht. Ich denke, trotz ihrer massigen Bauweise ist sie an
Luftfördermenge (und damit wahrscheinlich auch an Lautstärke)
der unterlegen. Der Motor hat definitiv 5 kW, das schnelle
Hochlaufen ist wahrscheinlich ein Indiz dafür, daß der tatsächliche
Leistungsbedarf um einiges kleiner ist.
Man könnte das dadurch herausfinden, indem man die Motorspannung
so weit reduziert, bis die Leistung erreicht ist, bei der die Drehzahl
merklich abfällt. Schätze mal, daß die alte Lady auch noch mit etwa
3 kW mit ihrer normalen Tonhöhe heult.

Daß der Motor in Dreieck geschaltet ist, kann schon deshalb nicht sein,
weil die Sirenen früher auch in das Warnnetz eingebunden waren und
dann auch von Zeit zu Zeit "Entwarnung", also 1 Minute Dauerton,
abgeben mussten. Ein derart überlasteter Motor wäre dann höchst-
wahrscheinlich längst durchgebrannt ...

Wolfi
Gast

Re: Rheinböllen (Hunsrück) - Zweimotorige Sirene

Beitrag von Gast »

Daß der Motor in Dreieck geschaltet ist, kann schon deshalb nicht sein,
weil die Sirenen früher auch in das Warnnetz eingebunden waren und
dann auch von Zeit zu Zeit "Entwarnung", also 1 Minute Dauerton,
abgeben mussten. Ein derart überlasteter Motor wäre dann höchst-
wahrscheinlich längst durchgebrannt.
Ein Drehstrommotor regelt doch seine Stromaufnahme anhand der benötigten Leistung, um seine Drehzahl zu erreichen.

Dann müsste er doch eigentlich bei einer Dreieckbeschaltung fast doppelt so viel Anlaufleistung haben aber nach erreichen der Drehzahl die gleiche Leistung wie in Sternbeschaltung haben, oder?

Du hast vermutlich recht mit deiner Theorie vom überdimensionierten Motor, das da oben war nur ein Ausflug in die Theorie.

Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, die "Weinbergsirene" aufzunehmen?
Angeblich ist die ja noch in Betrieb - wie siehts da mit Proben aus?
Wolfi
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Registriert: Dienstag 17. August 2004, 23:10
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Re: Rheinböllen (Hunsrück) - Zweimotorige Sirene

Beitrag von Wolfi »

Daß der Motor in Dreieck geschaltet ist, kann schon deshalb nicht sein,
weil die Sirenen früher auch in das Warnnetz eingebunden waren und
dann auch von Zeit zu Zeit "Entwarnung", also 1 Minute Dauerton,
abgeben mussten. Ein derart überlasteter Motor wäre dann höchst-
wahrscheinlich längst durchgebrannt.
Ein Drehstrommotor regelt doch seine Stromaufnahme anhand der benötigten Leistung, um seine Drehzahl zu erreichen.

Dann müsste er doch eigentlich bei einer Dreieckbeschaltung fast doppelt so viel Anlaufleistung haben aber nach erreichen der Drehzahl die gleiche Leistung wie in Sternbeschaltung haben, oder?

Du hast vermutlich recht mit deiner Theorie vom überdimensionierten Motor, das da oben war nur ein Ausflug in die Theorie.

Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, die "Weinbergsirene" aufzunehmen?
Angeblich ist die ja noch in Betrieb - wie siehts da mit Proben aus?
Natürlich nimmt ein in Dreieckschaltung angeschlossener Motor
viel mehr Leistung auf als in Sternschaltung. Aber ein großer Teil
dieser zuviel aufgenommenen Leistung wird dann eben auch im
Motor selbst als Verlustleistung in Wärme umgesetzt, weil das Eisen
in Sättigung geht und jedes Mehr an Spannung und Strom dann
praktisch nur noch Verluste erzeugt, die zerstörerisch wirken.
Das Gleiche würde passieren, wenn man z.B. einen für 110 Volt
ausgelegten Trafo an 220 V anschließt. Natürlich bringt dieser
dann zunächst auch sekundär mehr Spannung und auch Leistung.
Aber die Ströme werden sehr schnell so groß, daß der Trafo in
kurzer Zeit regelrecht durchbrennt.

Zu der "Weinbergsirene": Das wird schlecht gehen, weil ich erstens
rund 200 km entfernt wohne und nur ab und zu mal in diese Gegend
komme. Zweitens habe ich auch keine weiteren Connections zu
diesem Ort, wer mir sagen könnte, ob das Gerät überhaupt noch in
Betrieb ist und ggf. wann dort ein regelmäßiger Probealarm statt-
findet.

Wenn ich das nächste Mal dort hin komme, will ich aber zumindest
noch ein paar mehr Fotos schießen, wenn das Wetter und die
sonstigen Umstände mitspielen ...

bis dann erstmal - - - - -

Wolfi
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Marco
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Re: Rheinböllen (Hunsrück) - Zweimotorige Sirene

Beitrag von Marco »

Hallo zusammen,

ich habe heute Bilder von der Sirene in Rheinböllen gemacht, die ich 2006 hier vorgestellt hatte.
Erfreulicherweise wurde das Gebäude, in das mittlerweile die Gemeindeverwaltung eingezogen ist, saniert. Die Sirene hat dabei auch einen neuen Anstrich und vorallem eine neue Wartungsplattform erhalten. Details könnt Ihr auf den (unbearbeiteten) Bildern sehen.

Grüße!
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Teefix
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Re: Rheinböllen (Hunsrück) - Zweimotorige Sirene

Beitrag von Teefix »

Wow, da scheint aber einer in der Gemeinde zu wissen was er für ein schönes Schmuckstück auf dem Dach hat. Sieht sehr gut aus...
Fox 1

Re: Rheinböllen (Hunsrück) - Zweimotorige Sirene

Beitrag von Fox 1 »

Holla, das nenne ich aber werterhaltung. Die ist bestimmt einiges wert, wenn die noch 50 Jahre hält.
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